Immer dranbleiben in der Milchviehfütterung

In der Milchviehfütterung gibt es ständig etwas zu verbessern, denn je bedarfsgerechter die Ration ist, desto gesünder und leis­tungsfähiger sind die Tiere. Optimierungen fangen bei der Grundfutterbereitung an und gehen über das Gestalten der Ration und das Überprüfen, ob die Tiere auch das aufgenommen haben, was berechnet und vorgelegt wurde. Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist das Feilen an der Fütterung wichtig, denn die Futterkosten machen durchschnittlich etwa 50 Prozent der Produktionskosten je kg erzeugter Milch aus. Um im Blick zu behalten, ob das Futter gut verwertet wird, steht der Kennwert der Futtereffizienz zur Verfügung. Dieser Controllingparameter zeigt, wie viel kg Milch je kg eingesetzter Futtertrockenmasse erzeugt wird. Welche Zielwerte es hier abhängig von Laktationsstadium und -höhe gibt sowie Versuchsergebnisse finden Sie in dem Artikel des Schwerpunkts Rinderfütterung „Futtereffizienz als Kontrollinstrument nutzen“ ab Seite 20.

Spezielle und nicht ganz leicht umzusetzende Anforderungen werden an das Fütterungsmanagement in Betrieben mit Automatischen Melksystemen (AMS) gestellt. Das Futter, das die Kühe direkt im AMS erhalten, muss den Tieren in Menge und Schmackhaftigkeit Grund genug bieten, damit sie häufig genug zum Melkautomaten gehen. Die Menge darf aber nicht zu groß sein, denn dann besteht die Gefahr einer zu hohen Kraftfuttergabe und damit möglicherweise Pansenacidose. Sie muss zudem laufend an den sich verändernden Leistungsbedarf, die sich ändernde Melkfrequenz und insgesamt gut auf die Trog­ration abgestimmt werden. Richtwerte, um dies im Stall gut umzusetzen, bietet der Artikel „Gut gefüttert – auch in Melk­roboterbetrieben“ ab Seite 17.

Marion Adams

Checkliste Cross Compliance 2012
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