Die Ernte wird eingefahren, aber ist sie auch richtig versichert?

Im Falle eines Brandes, Sturmes oder Schadens durch Hagel kann ein Teil der Ernte auf dem Feld oder sogar im Silo Schaden nehmen. In diesem Fall ist es wichtig, entsprechend versichert zu sein. Versicherungsschutz gegen Beschädigungen des landwirtschaftlichen Inventars  bietet die landwirtschaftliche Inventarversicherung. Angefangen von Lager- und Düngerbeständen über den Maschinenpark und Gebäude bis hin zum Fütterungscomputer und Schreibtischstuhl des Verwalters wird hier alles abgesichert.
Die Versicherungssumme wird dabei immer häufiger nach dem Pauschalsystem gewählt. Die Hektarzahl und die Anzahl der Tierstellplätze werden dafür gezählt, um daraus eine Pauschalsumme bilden zu können. Auch die die Aufräumkosten nach einem Brandschaden sollten mindestens zu 30 Prozent von der Versicherungssumme abgesichert werden (Achtung, Sondermüll)!
Weiterhin ist auf einen Puffer in der Versicherungssumme für Neuanschaffungen zu achten. Der Versicherer leistet meist innerhalb der ersten sechs Jahre nach der Neuanschaffung Neuwertentschädigung, hier gibt es aber erhebliche Unterschiede bei den verschiedenen Anbietern. Bei Viehbetrieben kann zudem eine Betriebsunterbrechungsversicherung sinnvoll sein. Die Inventarversicherung leistet zwar Ersatz für das erstickte Vieh an sich, kommt aber nicht für den Produktionsausfall auf.
Empfehlenswert ist zudem, die Inventarversicherung, die das Gegenstück zur Gebäudeversicherung bildet, bei einem Anbieter zu platzieren. Doppelversicherung und Deckungslücken können so vermieden werden.   Arno Werner, MSU Friedrichsdorf

Tipp der Woche

Agrardieselanträge frühzeitig stellen


Die Antragsfrist für die Vergütung der Mineralölsteuer (Agrardiesel) des Verbrauchsjahres 2011 endet am 30. September 2012. Da die Bearbeitung der Anträge durch das Hauptzollamt erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch nimmt lohnt es sich, den Antrag frühzeitig zu stellen.  mehr…
Buchempfehlung


Direktvermarktung


Die hofeigene Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist in den letzten Jahren zunehmend beliebter geworden. Auch wenn die Direktvermarktung sehr arbeitsintensiv ist, kann es sich rentieren, in diesen Betriebszweig einzusteigen. Er bietet eine zusätzliche Einkommensquelle mit hoher Wertschöpfung für landwirtschaftliche Produkte. Der Erfolg dieses Betriebszweiges hängt jedoch letztlich von der jeweiligen arbeits- und betriebswirtschaftlichen Situation ab. mehr…
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