Betonschäden vermeiden durch Betonqualität

Im landwirtschaftlichen Bauen wird Beton viel und gerne als Baustoff verwendet. Dies nicht ohne Grund, da er für viele Anwendungsbereiche flexibel einsetzbar ist und hohen Anforderungen genügen kann. Die Betonqualitäten werden primär durch den Anwendungsfall und die zu erwartenden Beanspruchungen definiert.
Dazu gibt es eine Reihe von Normen und Vorschriften, wie dies zu realisieren ist. Bei anspruchsvollen Bauwerken wie beispielsweise Anlagen zu Lagern von Jauche, Gülle, Silagesickersäften und Festmist (JGSF-Anlagen) muss der Beton unter anderem besonderen chemischen und mechanischen Beanspruchungen genügen.
Die gewünschten Eigenschaften werden bei der qualitativen und quantitativen Zusammensetzung der Zuschlagstoffe, des Zementes, des Wassers und der Zusatzmittel definiert. Doch mit der Anlieferung auf der Baustelle ist nur der erste Schritt Richtung hochwertigem Beton getan, denn ein weiterer Aspekt liegt in der Verarbeitung und dem Einbau vor Ort. So ist bei bewehrten Bauwerken die Betonüberdeckung mittels Abstandshaltern richtig auszuführen, um den Korrosionsschutz zu gewährleisten. Diese Anforderung geht einher mit der richtigen Nachbehandlung des Betons. Denn nur ein ausreichend fester Beton kann dauerhaften Schutz bieten. Ein weiterer Baustein zur Qualitätssicherung ist die Fugenausbildung, sowohl in der Lage als auch in der Ausgestaltung.
Sind trotz aller Bemühungen Schäden an den Bauteilen zu erkennen, so sind diese fachkundig beseitigen zu lassen. Dies können zum Beispiel Rissbildung mit Flüssigkeitsaustritt, Rostfahnen, Abplatzungen oder undichte Fugen sein. Bei größeren Betonsanierungsarbeiten sollten dazu auf jeden Fall fachkundige Firmen herangezogen werden. Diese können beispielsweise über die Betongütegemeinschaften erfragt werden.   Simone Hamann-Lahr, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

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