Nachwuchsmangel: Kommunikation verbessern

Es zeichnet sich ab: Die geburtenschwachen Jahrgänge kommen und viele Betriebe suchen dringend nach Personal. Da ist es zu begrüßen, dass bereits 60 Prozent der Auszubildenden in den Grünen Berufen nicht mehr aus landwirtschaftlichen, wein- oder garten­baulichen Betrieben stammen. Nachteil der außerlandwirtschaftlichen Auszubildenden ist, dass viele von diesen die Lehre abbrechen. Hier geht nicht nur viel Zeit und Geld verloren, sondern auch die Motivation der Ausbildungsbetriebe.

Welches Bild haben die Abbrecher von der Landwirtschaft? Wie kommt es zur Aufgabe der Ausbildung?

Die Jugendlichen sind es heutzutage nicht mehr gewohnt, in einem familiären Team zu arbeiten. Da geht es mal rau zu, da nimmt man das mit den Arbeitsstunden nicht so genau, wenn der Regen die Ernte gefährdet. Dafür sollte es dann auch einen Ausgleich geben. Gerade gute Auszubildende beobachten den Arbeitsmarkt und wechseln bei Unzufriedenheit, wenn sich eine Gelegenheit bietet.

Zudem sind die Anforderungen an zukünftige Betriebsleiter hoch. Es geht nicht mehr nur darum, technisch versiert zu sein und auf dem Acker seine Runden zu drehen, es müssen immer mehr rechtliche, betriebswirtschaftliche und steuerliche Regelungen ein­gehalten werden. Der Markt muss analysiert und oft gezieltes Marketing betrieben werden.

Damit die Abbrecherquote reduziert werden kann, empfehlen die Landwirtschaftskammer in Rhein­land-Pfalz und der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Betriebsbesuche vor dem Berufsstart durchzuführen, zukünftige Auszubildende noch besser darüber zu informieren, was sie erwartet, und die Ausbildungsbetriebe zu schulen. Das war lange Zeit nicht notwendig, schließlich war klar, dass eines der Kinder die Hofnachfolge übernimmt.

Elke Setzepfand

Checkliste Cross Compliance 2012
Auch in diesem Jahr biete Ihnen das Landwirtschaftliche Wochenblatt in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, dem Kuratorium für das landwirtschaftliche und gartenbauliche Beratungswesen und dem Hessischen Bauernverband e.V. die Checkliste Cross Compliance an. (mehr)



©
Tipp der Woche

Saugferkelverluste senken


Bestimmte Sauenherkünfte haben sehr hohe Wurfleistungen; darauf muss beim Abferkelmanagement reagiert werden. Denn je größer die Würfe sind, desto wichtiger wird die Geburtsüberwachung. Bei über 15 geborenen Ferkeln pro Wurf stellt die Geburt für die Sau einen Kraftakt dar, bei dem sie möglicherweise Unterstützung braucht.  mehr…
Buchempfehlung


Homöopathie für Schafe


Ein umfangreiches Buch zur homöopathischen Behandlung von Schafen hat die Schweizer Autorin und Human-Heilpraktikerin Gilberte Favre mit „Homöopathie für Schafe“ geschrieben. Sie verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz in der Schafzucht. Das Buch wurde für die Behandlung von Schafen auf der Alp konzipiert, wo der Tierarzt nicht immer rasch zu erreichen ist, ist aber ein umfangreiches Praxiswerk für jeden Schafhalter. Es zeigt die Behandlung von Schaf­erkrankungen mit homöopathischen Mitteln. Als Hilfestellung zur passenden Mittelwahl widmet die Expertin Kapitel den Wesensarten der Schafe, den Konstitutionstypen und dem Interpretieren ihrer Körpersprache. Zusätzlich gibt sie wertvolle Hinweise für die Anwendung der Kräuterheilkunde.  mehr…
Alle Buchempfehlungen >>

Bücher haben in der Regel gebundene Ladenpreise. Verlage können jedoch ihre Buchpreise ändern beziehungsweise sind manche Bücher schnell vergriffen. Die LW-Redaktion kann daher keine Gewähr für die angegebenen Buchpreise sowie die Lieferbarkeit der empfohlenen Bücher geben. Aktuelles finden Sie allerdings jederzeit in unserem Online-Buchshop unter www.landmedia.de.