Nebenerwerb mit Erfolg

Nebenerwerbsbetriebe werden insbesondere dann mit Erfolg geführt, wenn der Hauptarbeitsplatz in der Nähe des Landwirtschaftsbetriebes ist. Der Anteil der Ne­ben­erwerbsbetriebe liegt in Deutschland bei circa 55 Prozent.
Foto: Moennig
Technischer Fortschritt ist wichtigster Taktgeber für das Wachsen der Betriebe in der Landwirtschaft. Mit dem Wachsen eines Betriebes muss nicht immer auch das Weichen eines anderen einhergehen. Beispiele zeigen, dass auch die Fortführung eines Betriebes im Nebenerwerb wirtschaftlich sinnvoll ist und nicht selten zu mehr wirtschaftlicher Stabilität führt. Welche Wege landwirtschaftliche Betriebe im Nebenerwerb beschreiten können, erläutert Dr. Alfred Albrecht im folgenden Beitrag.

Der Anteil von Nebenerwerbsbetrieben hat in Rheinland-Pfalz und Hessen mit 57 beziehungsweise 67 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe einen beachtli­chen Stellenwert. Im Vergleich mit der Betriebsstruktur der anderen alten Bundesländer liegen diese damit an der Spitze. Die nachhaltige Bewirtschaftung im Nebenerwerb hängt wesentlich ab von einer zumutbaren Arbeitsbelastung. Das „Arbeits­pen­sum“ bedarf deshalb einer kritischen Prüfung, vorrangig im Tätigkeitsfeld der Bäuerin. Zwingend notwendig ist die Anpassung der Betriebsorganisation an die deutlich reduzierte Arbeitskapazität. Eckpunkt jeder Planung ist die noch verfügbare „landwirtschaftliche Arbeitskapazität“. Entscheidend ist dabei die Zusammensetzung der Familie, auch die mögliche Mithilfe der noch rüstigen älteren Generation. Wesentlich ist hier das „Klima“ zwischen den Generationen sowie Alter, Gesundheitszustand und Leistungsvermögen der älteren Generation, die in ihrer Mithilfe einen wesentlichen Lebensinhalt sieht.

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