Optimismus in der Forstwirtschaft

Eben ging die 11. Fachmesse für Forsttechnik und Waldarbeit in München zu Ende. Die Bilanz der Veranstalter, Aussteller und Besucher kann besser gar nicht sein. Von Aufbruchstimmung ist die Rede, und eine große Freude herrscht darüber, dass Holz wieder etwas Wert ist. Die Holzprei­se steigen seit Beginn des Jahres. Für Fichtenfrischholz 2 b+ werden derzeit in Rheinland-Pfalz frei Waldstraße 87 Euro/fm gezahlt, in Hessen sind es bis zu 90 Euro/fm.

Das macht Mut, in weitere Maschinen zu investieren und besonders im Privatwald nun einzuschlagen. Der Zeitpunkt ist günstig. Forsttechnisch zeigt sich, dass die Zeiten „immer größer“ vorbei sind. Nun wird Wert auf Umweltverträglichkeit und Bodenschutz gelegt. Viele Maschinen verbrauchen weniger Kraftstoff und stoßen weniger Emissionen aus. So auch ein KWF-Innovationspreisträger, der Harvester der Hohenloher Spezial-Maschinenbau GmbH. Ein Energiespeicher­system bietet für die kurzzeitigen Spitzenbelastungen die erforderlichen Leistungsreserven und sorgt für beschleunigtes Ansprechen der Hydraulik.

Ein Dauerthema ist die Arbeits­sicherheit: Leuchtende Hel­me, Handys, die im Notfall die GPS-Position des Trägers durchgeben, Spalter, die erst dann spalten, wenn die Hände weg sind, und Kreissägen, die beim Sägen kein Sägeblatt mehr zeigen. Interessant ist der neuste Trend: Akkumotorsägen, Akku­hecken­scheren oder Akkumotorsensen. Ob Stihl, Dolmar oder Pellenc, die Firmen haben die Leichtigkeit entdeckt. Hinzu kommt, dass die Akkutechnik mit den aufladbaren Ultra-Lithium-Batterien nun Laufzeiten bis zu acht Stunden ermög­lichen soll. So kann ein Arbeitstag im Wald mit einem Akku ge­staltet werden.

In vielen Bereichen zeigte sich: Nichts ist so gut, als dass es nicht verbessert werden könnte. Lesen Sie mehr dazu ab S. 17.

Elke Setzepfand

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