Reine Mais-Biogasanlagen brauchen Extra-Nährstoffgaben

Zwischen 2008 und 2011 wurde im Auftrag der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) untersucht, inwieweit die Nährstoffversorgung des jeweiligen Bodens und der dort wachsenden Energiepflanze Mais einen Einfluss hat auf die im Laufe der Zeit abnehmende Biogasproduktion, die in Biogasanlagen mit Mais-Monofermentation beobachtet wird. Letztere wird auf einen Mangel an Spurenelementen im Fermenter zurückgeführt. Die Ursache liegt im Mais selbst begründet, der Spurenelemente in nur geringem Maße aus dem Boden aufnehmen kann, unabhängig davon, wie hoch dessen Nährstoffangebot ist.
Zur Behebung der „Ermüdungserscheinungen“ in Mais-Biogas-Anlagen wird die gezielte und genau dosierte Gabe der Nährstoffe in den Fermenter empfohlen. Eine angepasste Düngung der Energiepflanze Mais bringt hingegen keine Lösung.
Die Gehalte an Spurenelemen­ten der vier untersuchten Böden waren zwar sehr unterschiedlich, für die Versorgung der Energiepflanze Mais aber ausreichend. Dennoch ließen sich diese Spurenelemente in der Maissilage nur in geringem Maße nachweisen. Gärtests zeigten, dass die ohnehin nur geringe Nährstoffkonzentration in den Laborfer­mentern stetig weiter abnahm. Da­bei gab es keinen Zusammenhang zwischen der Konzentration in den Ausgangs- und in den vergorenen Substraten.
Deshalb empfiehlt sich immer eine Analyse des Substrates im Fermenter sowie im Anschluss die exakt dosierte Gabe von Spuren­elementen, um die Mikroorganismen optimal zu versorgen. Eine exakte Dosierung ist deshalb wichtig, weil sonst Schwermetalle, die in höherer Konzentration eine hohe umwelttoxische Wirkung haben, über die Gärreste auf den Acker  gelangen und sich dort anreichern können.
Ansprechpartner und der Abschlussbericht zum Projekt stehen unter den Förderkennzeichen 22002908 und 22014308 bei www.fnr.de, „Projekte & Förderung" bereit.   fnr

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