Winterraps mit hoher ökonomischer Vorzüglichkeit

Aktuellen Schätzungen zufolge beläuft sich die Anbaufläche an Winterraps im Anbaujahr 2010 in den EU-27 Staaten auf rund 6,8 Mio. ha. Für die bevorstehende Ernte prognostizieren Marktbeobachter zu Anfang Juli 2010 ein vorläufiges Erntevolumen der EU-27 Staaten in Höhe von rund 20,7 Mio. t Rapssaat.
Foto: landpixel
Nach vorläufiger Schätzung des Statistischen Bundesamtes hat sich die bundesweite Anbaufläche von Winterraps im Erntejahr 2010 um 1,6 Prozent auf insgesamt 1,48 Mio. ha erhöht. Winterraps behauptet damit seine derzeit hohe wirtschaftliche Attraktivität als Marktfrucht. In Rheinland-Pfalz verzeichnete der Anbau von Winterraps im Jahr 2009 eine erneute Ausdehnung um 1 300 ha auf insgesamt 44 200 ha. Angesichts des günstigen Witterungsverlaufs lag der durchschnittliche Kornertrag mit 41,8 dt/ha Rapssaat um nochmals rund 1,5 dt/ha über dem bisherigen Spitzenertrag des Erntejahres 2004. Nach der vorläufigen amtlichen Statistik rückt die Anbaufläche in Rheinland-Pfalz und Saarland im aktuellen Erntejahr voraussichtlich in die Nähe von insgesamt etwa 50 000 ha. Dr. Stefan Weimar, Dr. Albert Anderl und Marko Goetz vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück berichten über die aktuelle Sortenempfehlung zur Herbstaussaat 2010.

Vor dem Hintergrund einer bislang weltweit größten Rapsernte im Ölwirtschaftsjahr 2009/2010 in Höhe von etwas 59,9 Mio. t beziehungsweise rund 21,5 Mio. t in der EU-27 tendiert der Binnenmarkt für Körnerraps seit Mitte Juni zu Erzeugerpreisen etwas oberhalb der Marke von 300 Euro/t. Nach Angaben des Amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) wird sich die weltweite Produktion an Rapssaat im Ölwirtschaftsjahr 2010/2011 erneut auf etwa 59,9 Mio. t belaufen. Die globalen Endbestände an Rapssaat sind von annähernd 6,7 Mio. t im Vorjahr auf derzeit zirka 6,3 Mio. t leicht gefallen, davon zirka 1,5 Mio. t in der EU. Für das kommende Ölwirtschaftsjahr wird ein Rückgang auf ein Niveau von weltweit insgesamt zirka 5,6 Mio. t Rapssaat erwartet, innerhalb der EU dürften die Endbestände die Größenordnung von einer Million Tonnen sogar unterschreiten.

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