Zwischenfrüchte nach Wintergerste

Auch in dem kurzen Zeitfenster nach Wintergerste (oder auch Gerteide-GPS) und der Aussaat von Winterraps kann es sich lohnen, Zwischenfruchtmischungen anzubauen.
Aufgrund der unterschiedlichen Körnungsgröße der Saatkomponenten sollte die Aussaattiefe maximal bei 2 bis 3 cm liegen. Bei der Saatbettbereitung ist darauf zu achten, dass vor allem auf die Ansprüche der Feinsaaten geachtet wird. Hierbei ist auf ein feinkrümeliges und gut rückverfestigtes Saatbett zu achten. Weiterhin sind die Anwendungshinweise von Herbiziden zu beachten.
Um Wasser zu sparen und eine Konkurrenz von Ausfallgetreide zu unterbinden, sollte die Aussaat unmittelbar nach dem Mähdrusch mit flachen Werkzeugen erfolgen. Bei der Ernte ist auf eine gute Strohverteilung zu achten. Im Falle von sehr hohen Strohmengen der Vorfrucht empfiehlt es sich, eine N-Gabe zur Strohrotte vor der Aussaat zu geben.
Die Herstellerangaben für Saatstärken sind für ein optimales Saatbett kalkuliert und sollten aufgrund des unterschiedlichen Konkurrenzverhaltens der einzelnen Mischungspartner unbedingt eingehalten werden. Nur bei schlechten äußeren Bedingungen wie unzureichendes Saatbett, verspäteter Saattermin, unzureichender Nährstoffversorgung oder ungünstiger Witterung sollte die Saatstärke nach oben angepasst werden.
Bei der Aussaat vor Winterraps ist darauf zu achten, dass genügend Wasser für die Zwischenfrucht und für die anstehende Rapsaussaat zur Verfügung steht. Ausgesprochen wichtig ist die sofortige Aussaat nach der Vorfruchternte, bevor Wasser verdunstet oder Ausfallsamen keimen. Der Zwischenfrucht sollten etwa sechs Wochen zum Wachstum zur Verfügung stehen.  
Dr. Dominik Reeb, Hanse Agro
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