Kreisvorsitzender an Nahe und Glan, Benjamin Purpus und der Präsident des Weinbauverbandes Nahe, Rainer Klöckner, hatten zum 2. Kreuznacher Wintertag in die Aula des DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück nach Bad Kreuznach eingeladen.
Ihnen ist es ein Anliegen, ergänzend zu den 6. AgrarWinterTagen 2026 in Mainz ein auf das Verbandsgebiet zugeschnittenes Angebot bereitzustellen. Dieses Jahr lag ein Schwerpunkt bei Arbeitssicherheit und Raupen.
Silvia Müller, Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Regionalstelle Gewerbeaufsicht Idar-Oberstein, Arbeitsschutz, wies darauf hin, dass Mitarbeiter in die Nutzung der Geräte eingewiesen werden müssen und sie müssen dies auch mit einer Unterschrift bestätigen. Dafür sollte ein Formblatt vorbereitet sein. Das sei eine wichtige Absicherung, wenn ein Unfall passiert.
Raupen am Steilhang regelmäßig warten
Dr. Frank Zeismann von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) nahm schwere Unfälle am Steilhang zum Anlass, zu erklären, wie es zu Drahtseilbruch und Versagen des Raupenmechanisierungssystems (RMS) kommen kann. Am Anfang stehe oft ein nicht sachgerechtes Aufwickeln des Seils auf der Trommel mit Überschneidungen der Seillagen. Das führe zu dauerndem Abrieb und Beschädigungen der außen liegenden Drähte, bis das gesamte Drahtseil reißt. Eine weitere Ursache für das Reißen des Drahtseils ist die Konstruktion des Seiltriebs (vier Biegewechsel zur Aufseilung auf der Seiltrommel), die zu vielen Biegewechseln und zur Ermüdung führt.
Austausch des Drahtseils regelmäßig vornehmen
Sorgfältige Wartung der RMS beugt Unfällen vor. Bei allen Unfällen in den letzten Jahren war der Austausch des Drahtseils längst überfällig. Der Zustand der Drahtseile entscheidet unmittelbar über Leib und Leben. Eine bestimmungsgemäße Verwendung der RMS ist selbstverständlich.
Eine ordnungsgemäße Seilpflege ist einzuhalten (richtige Schmierstoffe – nur innen, Pflegeintervalle, kein Hochdruckreiniger). Winde, Raupe, Anhänger und Vorfahreinrichtung sind regelmäßig zu prüfen. Dokumentation und Prüfbuch müssen verfügbar sein.
Hauke Blecken vom Maschinenring Rheinhessen-Nahe-Donnersberg berichtete vom Angebot des Maschinenrings, das von Beratung und Hilfe bei Anträgen über Lohnarbeiten bis zu einem Programm für die Dokumentation der Pflanzenschutzmaßnahmen reicht.
bs – LW 9/2026