Im diesjährigen Frühjahrsseminar mit Sachkundefortbildung wurden aktuelle Herausforderungen im Weinbau beleuchtet – von invasiven Schädlingen wie dem Japankäfer, Krankheiten wie Flavescence dorée oder Esca bis hin zu neuen gesetzlichen Vorgaben. Experten zeigten zudem Strategien für den langfristigen Erhalt gesunder Rebanlagen auf und gaben Anstöße, den Einsatz von Plastik in der Anlage zu reduzieren. Die Veranstaltung fand Mitte April im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz in Neustadt an der Weinstraße statt.
Im ersten Teil des Seminars referierte Dr. Daniela Kameke vom DLR Rheinpfalz über invasive Arten. Sie thematisierte den Japankäfer und die Amerikanische Rebzikade, die Überträgerin der Goldgelben Vergilbung, der Flavescence dorée (FD), ist.
Der Japankäfer – Invasive Art aus Asien
Der Japankäfer (Popillia japonica), ist eine invasive, aus Asien stammende Art. Er gehört zu der Familie der Blatthornkäfer. Bereits 2019 wurde er als prioritärer Quarantäneschädling in der EU eingestuft und ist daher meldepflichtig. Sowohl die im Boden lebenden Larven wie auch die adulten Exemplare verursachen Schäden an der befallenen Rebe. Er fresse nur das Blattgewebe und lasse die Blattadern stehen. So entstehe ein skelettartiges Bild der Blätter, erklärte Kameke.
Die adulten Tiere sind etwa 8 bis 11 mm groß und ähneln optisch dem Gartenlaubkäfer. Seine Hauptflugzeit und die Paarung hat der Japankäfer von Mitte Mai bis August. Weibchen legen bis zu 60 Eier in mehreren kleinen Gelegen im Boden ab. Nach dem Schlupf der Larven im Boden würden diese anfangen, an den Wurzeln zu fressen, was zur Vernichtung ganzer Bestände führen könne, führte Kameke weiter aus. Die Larven zögen sich im Herbst in tiefere und frostfreie Bodenschichten zurück. Erst wenn im Frühjahr die Temperaturen wieder steigen, wandern sie zurück in obere Bodenschichten, wo sie sich dann verpuppen. Im Mai zeige sich der Käfer dann oberirdisch.
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