Pflanzenbau | LW HEUTE

2 660 ha Wintergetreide in Hessen vermehrt

Angemeldete Saatgut-Vermehrungsflächen 2026

Saatgut steht am Beginn der Wertschöpfungskette – ohne einwandfreies Saatgut keine nachhaltige und sichere Erzeugung von Lebens- oder Futtermitteln. Allerdings sieht man es dem Saatgut auf den ersten Blick nicht an, ob es gesund und frei von unerwünschten Arten ist. Aussagen zur Keimfähigkeit lassen sich nur über eine Laborprüfung treffen.

Vermehrungsbestände müssen besondere Anforderungen hinsichtlich Sortenreinheit, Fremdbesatz und Gesundheitszustand erfüllen. Foto: landpixel

Daher unterliegt Saat- und Pflanzgut mehreren amtlichen Kontrollen, bevor es anerkannt werden kann, was wiederum Voraussetzung für jegliches Inverkehrbringen ist. Der erste Schritt ist die Prüfung der Anmeldeunterlagen aller Vermehrungsflächen bei der zuständigen Anerkennungsstelle.

In Hessen wird zur Ernte 2026 Wintergetreide auf einer Fläche von insgesamt rund 2 660 ha vermehrt, dies entspricht einem leichten Rückgang um zirka 120 Hektar im Vergleich zum Vorjahr. Die wichtigste Getreideart bleibt Winterweizen, der mit 1 544 Hektar den größten Flächenumfang einnimmt. Somit hat sich die Vermehrungsfläche dieser Kultur, nach einer deutlichen Erhöhung um 220 Hektar im Vorjahr, diesjährig um knapp 30 Hektar reduziert.

In den nächsten Wochen erfolgen Besichtigungen

Wintergerste wird auf rund 663 ha vermehrt, wobei die zweizeiligen Sorten mit 53 Prozent den größeren Anteil stellen. Ergänzt wird das Portfolio der zur Saatguterzeugung angebauten Wintergetreidearten durch 211 ha Winterdinkel. Zudem wurde die Vermehrungsfläche von Wintertriticale um über 40 auf nunmehr 199 Hektar ausgedehnt (Stand 20.4.2026).

Gabriele Käufler, LLH, Fach­information Pflanzenbau – LW 19/2026