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Unkrautbekämpfung auf Windhalmstandorten

Gegen Windhalm sind die nicht resistenzgefährdeten Bodenherbizide Mittel der Wahl. Vor allem Herbizide auf der Basis von Flufenacet oder Prosulfocarb haben relativ hohe Wirkungsreserven. Die verfügbaren Mittel erlauben ein weites Einsatzfenster und müssen im Gegensatz zur Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung nicht zwingend im Auflauf eingesetzt werden. Die Anwendungsbedingungen sind in diesem Jahr hinsichtlich der Saatbettbereitung und Bodenfeuchte meist ideal. Behandlungen in der Keimphase bis Keimblattstadium der Schadpflanzen lassen gute Ergebnisse erwarten. Aber auch Anwendungen bis zum 3-Blattstadium beziehungsweise beginnender Bestockung sind in der Regel noch erfolgreich. Ausnahme: Boxer/Filon müssen bis spätestens 2-Blattstadium der Kultur appliziert sein. Jura und Sumimax sind bis ES 13 einzusetzen.
Tritt Kornblume stärker auf, ist eine Tankmischung mit Flupyrsulfuron oder Chlortoluron sinnvoll. Bei CTU darf keine Anwendung auf drainierten Flächen und sandigen Böden mit geringem Kohlenstoffgehalt (< 1,5 % Corg.) erfolgen.
Die jeweiligen Zulassungen und Auflagen der Produkte und Kombinationen sind zu beachten.  
Ulrich Nöth, DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück