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Anbaupausen halten Insekten in Schach

Tierische Schädlinge im Mais

Im Maisanbau können verschiedene Schädlinge auftreten, aber nicht alle müssen gleich bekämpft werden. In welchen Fällen der Einsatz von Insektiziden angezeigt ist und wie dieser erfolgen sollte, erläutert Peter Weißer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel.

Der Maiszünsler verursacht die größten Schäden im heimischen Anbau. Durch den Fraß der Larven im Stängel können Krankheiten eindringen und die Pflanzen abknicken. Foto: landpixel

Häufig sind im Mais diverse Blattlausarten zu finden. Deren Saugschäden sind jedoch in aller Regel beim Mais nicht relevant. Sie fungieren im Herbst vielmehr als Virusüberträger auf junges Wintergetreide in der Nachbarschaft (beispielsweise Haferblattlaus und Gerstengelbverzwergungsvirus). Des Weiteren sind wandernde Wurzelnematoden (Stockälchen) zu nennen. Sie können im Einzelfall zu Wurzel- und Stängelschäden führen. Ihr Vorkommen ist allerdings eher

selten und von der Fruchtfolge abhängig.

Besonders ärgerlich sind die zunehmenden Vogelschäden. Krähen und Fasane graben Körner aus, fressen Keimlinge und schädigen auch noch Jungpflanzen. Manchmal derart stark, dass Neusaaten erforderlich sind. Abhilfe kann durch die Beize Korit 420 FS erfolgen (Notfallzulassung bis 11.05.2026). Das Mittel wirkt als Reppelent gegen Vögel und lindert die Schäden, völlig vermeiden kann es sie nicht. Es hat keine direkte Wirkung gegen Vögel.

Der Wurzelbohrer ist nur bei Mais in Monokultur ein Problem

Der Westliche Maiswurzelbohrer kann durch Larvenfraß an den Wurzeln erhebliche Schäden verursachen. Die hierzu notwendige Massenentwicklung findet allerdings nur am Mais statt, Getreide wird nur schwach befallen. Die Erfahrung zeigt, dass der Schädling nur in Maismonokultur ein existenzielles Problem sein kann.

Sobald der Maisanteil in der Fruchtfolge nicht mehr als 66 Prozent beträgt, sinkt die Gefahr (und der Schaden) erheblich. Eine chemische Bekämpfung ist nicht möglich. Im nördlichen Rheinland-Pfalz ist der Schädling praktisch noch nicht angekommen.

 – LW 20/2026
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