Mit der Ehrung zum „Donnersberger Klimaheld“ zeichnet die Kreisverwaltung Donnersbergkreis regelmäßig Personen, Unternehmen oder Vereine aus, die sich zum Schutz des Klimas und der Natur engagieren und durch ihr Handeln eine Vorbildrolle in Sachen Nachhaltigkeit einnehmen. Kürzlich würdigte Landrat Rainer Guth in diesem Zusammenhang den Verein „Donnersberger Landwirte für Naturschutz e.V.“. Die Kreisverwaltung Donnersberg berichtet in einer Pressemeldung.
Im Jahr 2020 haben sich in Rheinland-Pfalz in den Landkreisen Ahrweiler und Donnersbergkreis zwei Modellkooperationen gegründet.
Das Niederländische Modell stand Pate
In Anlehnung an das sogenannte „Niederländische Modell“ sollten die Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) gebündelt umgesetzt werden. Ziel war es, den Verwaltungsaufwand zu senken, den ökologischen Wert der Maßnahmen zu steigern sowie mehr Flexibilität in der Umsetzung und bei der Entwicklung regional angepasster Maßnahmen zu erlangen. Durch den Aufbau einer internen Beratungs- und Kontrollstruktur sollte zudem das Sanktionsrisiko für die Landwirte verringert werden. Im Donnersbergkreis gründete sich daraufhin im Juni 2020 der Verein der „Donnersberger Landwirte für Naturschutz e.V.“ um dieses Vorhaben umzusetzen.
Über 50 Betriebe sind im Verein organisiert
Über die Jahre stieg die Mitgliederzahl auf über 50 Betriebe und die eingebrachten Vertragsflächen haben sich mit aktuell rund 1 200 ha seit dem Beginn 2020 mehr als verzehnfacht. Die Mitgliedsbetriebe repräsentieren inzwischen rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche des Kreises und erbringen einen im Vergleich zum Kreisgebiet überproportionalen Anteil an AUKM-Vertragsflächen.
Trotz zwischenzeitlicher Stilllegungspflicht von Ackerflächen, die mit der Einführung der GAP 2023 einherging, inzwischen attraktiverer Prämienzahlung aus der Nutzung von Ökoregeln und der anhaltenden Flächennachfrage von Freiflächen-PV haben die AUKM-Flächen im Verein nicht abgenommen. „Das ist ein Zeugnis unserer guten Arbeit“, sind sich Vereins-Vorsitzender Gerold Füge und Geschäftsführer Dr. Thomas Keller sicher. Wie es zukünftig weitergeht, wissen beide auch noch nicht. Der Verein und die Mitgliederbetreuung sollen bestehen bleiben, auch wenn die Förderung des Modellprojektes seitens der Landesregierung in diesem Jahr endet.
Besseres Verständnis für die Belange aller Seiten
Die gute Arbeit des Vereins wurde auch außerhalb des Berufsstandes wahrgenommen. Der Austausch mit der Kreisverwaltung ist sehr gut und auch die Gespräche mit Naturschutzverbänden im Kreis wurden intensiviert. Ein besseres Verständnis für die Belange aller Seiten helfe Probleme zu vermeiden, bevor diese entstehen, so Füge. Im August 2025 würdigte der Landkreis das bisher Geleistete.
Landrat Reiner Guth überreichte dem Verein kürzlich die Auszeichnung als Donnersberger Klimaheld. Guth dankte für den wichtigen Beitrag des Vereins und seiner Mitglieder zum Klimaschutz im Landkreis. Im Beisein mehrerer Vorstands- und Vereinsmitglieder sowie einem Vertreter der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sicherte er dem Verein seine Unterstützung für die zukünftige Arbeit zu.
KV Donnersberg – LW 35/2025