2026/3 Maschinenkauf | Tipp der Woche | LW HEUTE

Investitionen in Maschinen

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss jeder Betrieb in Maschinen investieren. Auf welche Weise das finanziert wird, ist abzuwägen, und es muss entschieden werden, über wen die Finanzierung laufen soll. Händler bieten oft interessante Finanzierungen mit niedrigen Zinsen, aber oftmals kurzen Laufzeiten an. Doch wissen diese nicht, wie der Betrieb  finanziell aufgestellt ist und können die Gesamtsituation nicht einschätzen. Durch weitere Verbindlichkeiten kann der jährliche Kapitaldienst (Tilgung und Zinsen) sehr hoch ausfallen, was dazu führen kann, dass das laufende Konto ausgereizt wird und hohe Kontokor-rentzinsen zu zahlen sind. Auf der anderen Seite steht die Finanzierung über die Hausbank. Diese hat einen Überblick über alle Darlehensverbindlichkeiten und kann eine passende Annuität anbieten. Zusätzlich können Vereinbarungen zur Tilgung getroffen werden, in der Regel bis zu drei tilgungsfreie Anlaufjahre, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden und beispielsweise einen kontinuierlichen Kapitaldienst zu gewährleisten. Auch in schwierigeren Phasen kann man mit der Hausbank das Gespräch suchen und Lösungen erarbeiten (zum Beispiel eine befristete Tilgungsaussetzung). Die Alternative stellt das Leasen von Maschinen dar. Hier ist kein einmaliger Kaufpreis zu zahlen sondern eine monatliche Leasingrate. Dabei geht die Maschine nicht in das Eigentum über und muss somit auch nicht bilanziert werden. Steht man vor der Entscheidung, sollte man alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und vergleichen. Dabei kann es hilfreich sein, sich von entsprechenden Beratern unterstützen zu lassen. Außerdem haben Kauf und Leasing unterschiedliche steuerliche Auswirkungen. Dies sollte mit dem Steuerberater geklärt werden.   Elias Braun, AMG Landberatung 

 – LW /2026