Markttelegramm KW 52

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Am regionalen Schlachtrindermarkt wird auch in der Festtagswoche von flottem Fleischabsatz über das Metzgereigeschäft berichtet. Die fehlende Nachfrage aus der Gastronomie kann zumindest teilweise über den privaten Verbrauch kompensiert werden. Bei knapp ausreichendem Erzeugerangebot können sich die Auszahlungspreise erneut über alle Kategorien gut behaupten.
Schlachtschweine Auch Schlachtschweinemarkt verlaufen die Fleischgeschäfte flott, limitierender Faktor bleiben weiterhin die begrenzten Schlachtmöglichkeiten. In der Folge können die Angebotsüberhänge fortwährend nicht abgebaut werden und die Auszahlungspreise stagnieren weiter auf schwacher Basis.
Ferkel Die Lage am heimischen Ferkelmarkt entwickelt sich zunehmend ausgeglichener. Über den Jahreswechsel hinaus ist mit keiner Preisveränderung zu rechnen.
Nutzkälber Sehr ruhiger Verlauf am regionalen Markt für Nutzkälber. Die Preise verharren auf niedrigstem Niveau. Über die Feiertage und den Jahreswechsel wird keine Änderung der Marktlage erwartet.
Eier/Geflügel Freundliche Entwicklung am Eiermarkt. Vor den Feiertagen wird von einer deutlichen Belebung berichtet. Der LEH orderte zügig Ware, der Eierüberschuss ist abgebaut. Die Nachfrage nach Bio-und Freilandeiern übersteigt das Angebot. Die verarbeitende Industrie hält sich mit Bestellungen zurück, der Absatz in die Gastronomie fehlt weiterhin und die Verarbeiter scheinen noch gut bevorratet. Preise im leichten Aufwärtstrend. Am Geflügelsektor hat sich der Absatz im LEH spürbar belebt. Das bestehende Angebot kann schlank am Markt platziert werden. Die Preise bleiben überwiegend stabil.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Am regionalen Getreidemarkt sind die Geschäftstätigkeiten zum Jahresausklang weitgehend eingestellt worden und viele Marktbeteiligte haben sich in den Weihnachtsurlaub verabschiedet. Mühlen und Futtermischer sind bis weit ins neue Jahr gut versorgt und das Angebot aus der Landwirtschaft war zuletzt stark rückläufig. Die Vermarktung der alten Ernte ist weit vorangeschritten und aus den Lägern der Erzeuger werden nur noch überschaubare Mengen erwartet. Feste Vorgaben der Terminmärkte und starke Exportmärkte stützen die Kurse für Getreide und Ölsaaten weiterhin.
Futtermittel Die Kurse für Ölschrote tendieren, den Vorgaben der Rohstoffmärkte folgend, weiter fest. Vor allem für Rapsschrot muss im Januar mit steigenden Einkaufspreisen gerechnet werden. Auch im Mischfuttersektor steigen die Preise weiter, teure Protein- und Maiskomponenten schlagen auf die Kalkulationen der Futtermischer. Die Nachfrage von Konsum und Handel beschränkt sich auf den vorderen Bedarf.
Kartoffeln Zum Weihnachtsgeschäft ist die Marktversorgung mit Speisekartoffeln abgewickelt. Die Marktlage präsentiert sich lebhafter. Im Handel macht sich eine gesteigerte Nachfrage bemerkbar. Abpacker und Direktvermarkter berichten von guten bis sehr guten Umsätzen. Zu den Feiertagen werden die Verbrauchereinkäufe kurzfristig nochmals zulegen. Aufgrund der Marktüberversorgung raten Marktexperten die Anbaufläche im nächsten Jahr zu reduzieren. Auch zum Jahreswechsel tendiert der Kartoffelmarkt sehr stabil. Mit wesentlichen Preisänderungen ist bei derzeitiger Marktlage nicht zu rechnen.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 52/2020