Unter dem Leitmotiv „Innovation und Nachhaltigkeit“ besuchen Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt und ihre Staatssekretäre Andy Becht und Petra Dick-Walther in diesem Sommer Betriebe, Forschungseinrichtungen und Projekte in Rheinland-Pfalz, die beispielhaft für den Wandel im Land stehen. Im Zuge dessen besuchte Ministerin Schmitt kürzlich das John Deere Innovation Center in Kaiserslautern und die Hochwald Foods GmbH in Thalfang.
Ziel der Sommerreise ist es, innovative Ansätze sichtbar zu machen und den Austausch zu fördern – damit neue Ideen schnell in der Praxis ankommen und Rheinland-Pfalz wirtschaftlich stark und ökologisch verantwortungsvoll bleibt.
Im Rahmen ihrer Sommerreise unter dem Leitmotiv „Innovation und Nachhaltigkeit“ hat Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt heute das European Technology Innovation Center (ETIC) von John Deere in Kaiserslautern besucht. Das Entwicklungszentrum ist einer von drei Standorten des Unternehmens in Rheinland-Pfalz und arbeitet an Hightech-Lösungen für die Präzisionslandwirtschaft.„John Deere zeigt, wie moderne Landtechnik gleichzeitig Effizienz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft fördern kann. Mit intelligenten Systemen werden Düngung und Pflanzenschutz so optimiert, dass Erträge steigen und der Eintrag von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Das ist gelebte Innovation und echte Nachhaltigkeit“, sagte Schmitt beim Besuch.
Hightech für Landwirtschaft und darüber hinaus
Im ETIC entwickeln über 200 Ingenieure, IT- und Marketingspezialisten zukunftsweisende Technologien – von präziser, digital gesteuerter Ausbringung von Betriebsmitteln bis hin zu Lösungen für mehr Transparenz in der landwirtschaftlichen Produktion.
Die Ministerin betonte, dass sich die technologischen Kompetenzen, die aus der Landtechnik kommen, auch erfolgreich in anderen Wertschöpfungsbereichen einsetzen lassen. „Solche Synergien sichern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, sondern stärken auch den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz insgesamt.“ John Deere ist seit Jahren ein wichtiger Partner im Cluster für vernetzte Wertschöpfung (CVC) und engagiert sich im wissenschaftlichen Beirat. Mit seinen drei Standorten – Kaiserslautern, Zweibrücken und Enkenbach-Alsenborn.
Die Ministerin besuchte im Rahmen ihrer Sommerreise auch das Stammwerk der Hochwald Foods GmbH in Thalfang. Das Unternehmen zählt zu den bedeutendsten Molkereigenossenschaften Deutschlands und beschäftigt 1 970 Mitarbeitende. Am Standort Thalfang arbeiten mehr als 500 Menschen, die jährlich rund 200 Mio. kg Milch verarbeiten.
Modernisierung am Stammsitz Thalfang
„Die Hochwald Foods GmbH investiert in moderne Technik, nachhaltige Produktionsweisen und neue Geschäftsfelder, diese sind der Schlüssel, um die Wettbewerbsfähigkeit der Milchwirtschaft in Rheinland-Pfalz zu sichern. Ich danke allen Mitarbeitenden für ihren Beitrag zu Wertschöpfung, Beschäftigung und Innovation in unserer Region“, sagte Ministerin Daniela Schmitt beim Besuch.
Aktuell investiert Hochwald einen zweistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung des Thalfanger Werks. Die Steuerungs- und Prozesstechnik wird umfassend erneuert, um Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit weiter zu steigern.
Der Standort konzentriert sich auf die Herstellung von Kondensmilch in Dosen, die fast vollständig exportiert wird. Besonders überzeugt zeigte sich Schmitt vom Nachhaltigkeitsengagement: Rund 75 Prozent der angelieferten Milch stammen von Betrieben, die am Programm „MilchPlus“ teilnehmen – mit klaren Kriterien für CO2-Reduktion, Tierwohl und Qualitätssicherung. Rund 80 Prozent der Milch stammt bereits aus Haltungsform 3. „Dieses Engagement zeigt, wie stark der Mittelstand Verantwortung übernimmt und zugleich seine Zukunftsfähigkeit sichert“, betonte Schmitt.
Die Milchbranche steht bundesweit wie auch in Rheinland-Pfalz vor großen strukturellen Herausforderungen: sinkende Betriebszahlen, steigende Anforderungen an Tierwohl und Nachhaltigkeit sowie zunehmender Wettbewerbsdruck auf internationalen Märkten. „Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen wie Hochwald mit Investitionen, Innovationen und klarer Nachhaltigkeitsstrategie die Zukunft der Branche aktiv mitgestalten“, so Schmitt.
mwvlw – LW 35/2025