Zu dem Thema #nichtohnehebamme hat der Landfrauenkreisverband Südwestpfalz zu einer Podiumsdiskussion in die Karl-Sieber-Halle nach Windsberg eingeladen. Rund 40 Gäste sind gekommen – ein starkes Zeichen, wie wichtig dieses Thema vielen Menschen ist.
Im Mittelpunkt stand der neue Hebammenhilfevertrag aus dem November letzten Jahres und die Frage, wie es mit der Geburtshilfe vor Ort weitergeht.
Auf dem Podium diskutierten Markus Zwick, Ortsbürgermeister der Stadt Pirmasens, Bernd Henner, Pflegedirektor des Krankenhauses Pirmasens, sowie Gabriele Kuntz vom Hebammenhaus Puls-Gesundheitspflege. Auch Christof Reichert, MdL und Präsidentin Isabel Steinhauer-Theis nahmen an der Veranstaltung teil.
Es entwickelte sich ein offener und ehrlicher Austausch. Zahlreiche Fragen wurden aufgeworfen, die Lage aus Sicht der Hebammen eindrücklich geschildert sowie klare Forderungen an Politik und Krankenhäuser formuliert.
Deutlich wurde dabei, dass die Sorgen um die zukünftige Versorgung groß sind – sowohl bei den Fachkräften als auch bei den werdenden Eltern. Geburtshilfe müsse verlässlich und wohnortnah bleiben, forderten die Landfrauen. Hebammen würden faire Rahmenbedingungen und Familien Sicherheit von Anfang an brauchen.
Das Fazit der Veranstaltung war deutlich. So wie es aktuell ist, dürfe es nicht bleiben. Der Hebammenhilfevertrag müsse nachgebessert werden, damit eine gute Versorgung – gerade im ländlichen Raum – auch in Zukunft gesichert ist.
Der Abend zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, im Dialog zu bleiben.
H. Bissbort – LW 15/2026