Wie gewohnt waren bereits früh am Tag eine große Anzahl an Besuchern auf dem Tierschaugelände in Beerfelden, um der Tierschau in den verschiedenen Ringen beizuwohnen und sich über den Leistungsstand bei den unterschiedlichen Rassen zu informieren. Das Richteramt hatte dieses Jahr der bekannte Züchter Johannes Huber aus Haundorf in Mittelfranken übernommen und er sorgte für zügige Entscheidungen, so dass der Wettbewerb flott vonstatten ging.
Die Gruppe der sehr guten Rotviehkühe kam wieder von der Siefert GbR, Airlenbach, und zeigte sehr viel Qualität. Der Siegerpreis ging hier an die in Typ, Fundament und Euterqualität gleichermaßen sehr gute Vojens-Tochter Walli, die das Zuchtziel der Rasse sehr gut zeigen konnte.
Bei den durchweg gut besetzten Fleckvieh-Gruppen wurde zuerst die Kuhfamilie der Kuh Friedex gezeigt, die sich einheitlich im gut mittleren Rahmen mit sehr guten Eutern präsentieren konnte und von den Betrieben Schäfer und Siefert präsentiert wurde. Der erste Klassensieg ging an die Wannabe-Tochter Susi P von Christian Zimmermann, Beerfelden, eine Kuh mitten in der Entwicklung mit viel Korrektheit und einem sehr guten Euter ausgestattet und auf dem 1b-Platz stand die rumpfige Hardcore-Tochter Lo aus dem Betrieb Schäfer, Airlenbach. Der zweite Klassensieg ging an die Halbschwester Ofelia P, die sich bereits mit viel Körper und einem sehr guten Euter vorstellen konnte und vor der gut ausgelegten und harmonischen Superboy-Tochter Fiona von der Siefert GbR stand. Der Siegertitel ging direkt danach an die Wannabe-Tochter Ofelia P von Christian Zimmermann und der Reservesiegerpreis wurde an ihre Halbschwester Susi P aus dem gleichen Betrieb vergeben. Auch der Titel "Eutersieger jung" ging wegen der hervorragenden Gesamtqualität an diese Kuh.
In der mittleren Altersklasse stand zunächst die Marley-Tochter Hopla aus dem Betrieb Siefert auf 1a, da sie mit ihrem breiten Körperbau und dem festen Euter die Maßstäbe setzte und die mehr umsatzbetonte Mainstream-Tochter Lara P von Christian Zimmermann folgte mit dem 1b-Preis. Die zweite Gruppe der Kühe zeigte sich auffallend gut und war bis zum Schluss mit sehr guten Eutern besetzt und nur Kleinigkeiten machten die Unterschiede aus. Trotzdem war die Hokuspokus-Tochter Erna vom Betrieb Schäfer, Airlenbach, die erklärte Favoritin von Johannes Huber und gewann die Klasse vor der ebenfalls sehr starken IQ-Tochter Prise aus der gleichen Herde, die mit 1b prämiert wurde. Ein klarer Fall war die Vergabe des Siegertitels an die Hokuspokus-Tochter Erna, die mit ihrer perfekten Harmonie und dem Spitzeneuter nicht zu schlagen war und die Kuh Hopla von der Siefert GbR wurde Reservesiegerin.
Hohe Qualitäten auch bei den älteren Kühen
Die Gruppe der älteren Kühe war auf drei Gruppen verteilt und der Sieg wurde von der Wrestler-Tochter Frieda geholt, eine gut mittelgroße Kuh mit einem auffallend gutsitzenden Euter, die im Betrieb Schäfer, Airlenbach, steht. Auch die 1b-platzierte Kuh kam aus dieser Herde: Die Der Beste-Tochter Edelmia ist eine ähnlich große Kuh mit viel Körper und einem besonders guten Euter in allen Merkmalen. Etwas mehr Unterschiede zeigte die nächste Gruppe, bei der die noch ausgesprochen frische und mit einem enorm festsitzenden Euter versehene Majestät-Tochter Lotta P von Christian Zimmermann, Beerfelden, vorn stand und Johannes Huber bemerkte, dass er solche Kühe auch gern in seinem Stall hätte. Die nach wie vor tadellose Midwest-Tochter Friedex vom Betrieb Schäfer zeigte sich sehr gut und ging auf dem nächsten Platz. In der abschließenden Klasse standen Kühe mit bis zu 10 Abkalbungen im Ring. Johannes Hubers Klassensiegerin war hier die älteste Kuh der Schau, die nach wie vor sehr frische und euterstarke Wolkentanz-Tochter Lottina von Christian Zimmermann, Beerfelden. Der Siegertitel der Klasse ging an die Majestät-Tochter Lotta P, deren Beinwerk und Eutersitz damit klar gewürdigt wurde und der Titel Reservesiegerin ging an die Midwest-Tochter Friedex wegen der harmonischen Gesamterscheinung. Im Schlussbild hatte Johannes Huber dann die Gesamtsiegerin "Miss Beerfelden" festzulegen und die Entscheidung war für ihn relativ schnell getroffen, denn die Gesamtqualität der Hokuspokus-Tochter war so gut, dass diese Kuh diesen Titel zugesprochen bekam.
Bei der Siegerehrung vergaben Landrat Frank Matiaske und Bürgermeister Christian Kehrer die Ehrenpreise und auch die große Anzahl an Kinder, die in drei Altersgruppen aufgeteilt waren, durften ihre Kälber noch mal vor großem Publikum präsentieren. Bei den jüngsten Teilnehmern waren alle Kinder aktiv dabei und in der zweiten Gruppe gewann Frieda Roth aus Höchst den Wettbewerb und der dritte Klassensieg ging an Johannes Helfrich, Mörlenbach, mit der Sueden-Tochter Holunder. Ergänzt wurde die Schau durch den Tierbeurteilungswettbewerb, den Thea Ebinger vom LLH veranstaltete und der von einer beachtlichen Zahl an Personen angenommen wurde.
Jost Grünhaupt – LW 30/2026