In den kommenden Monaten steht für viele landwirtschaftliche Betriebe wieder die Pflanzenschutzgerätekontrolle an. Manuel Feger vom Pflanzenschutzdienst Hessen am RP Gießen erläutert, was hierbei zu beachten ist.
Um für die Gerätekontrolle und den Beginn der Pflanzenschutzsaison einen störungsfreien Einsatz der Feldspritze zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Überprüfung und Wartung der Technik notwendig. Alle Bauteile der Spritze wie Behälter, Pumpe, Armaturen und Leitungssystem sind auf Dichtheit zu überprüfen.
Ebenfalls wichtig ist die regelmäßige Reinigung und Überprüfung aller Filter, die an der Spritze verbaut sind. Angefangen beim Einfüllsieb, dem Saugfilter über den Druckfilter bis hin zum Düsenfilter. Hierbei sollte auch das Filtergewebe auf Beschädigungen überprüft werden.
Prüfungen auf Dichtheit und Funktion
Die Pumpe ist eines der wichtigsten Bauteile an der Spritze. Sie muss dicht sein und der Ölstand sollte regelmäßig überprüft und gegebenenfalls aufgefüllt oder das Öl getauscht werden. Ist das Öl milchig bis weiß, deutet das auf eine defekte Pumpenmembran hin, die umgehend ausgetauscht werden muss.
Bei der Kontrolle der Pumpe ist auch der Druck im Windkessel zu überprüfen. Der Druck im Windkessel sollte in etwa so hoch sein, wie der Spritzdruck bei der Applikation. Ist er zu niedrig, pulsiert die Pumpe stark und fördert die Spritzbrühe nur stoßweise.
Bei der Kontrolle der Spritze sollte auch auf die Schlauchverlegung geachtet werden. Es dürfen keine Knickstellen vorhanden sein, die Schläuche sollten keine Scheuerstellen haben, welche die Gewebeeinlage bereits sichtbar machen, und es darf sich während der Applikation kein Schlauch im Spritzstrahl befinden.
Das Manometer der Spritze muss funktionstüchtig, einen Mindestdurchmesser von 63 mm haben und für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sein. Die Anzeige muss beim Stillstand der Spritze auf null stehen. Ist das nicht der Fall, kann die Anzeige durch Belüften auf null gebracht werden. Bringt auch das keinen Erfolg, muss das Manometer ausgetauscht werden.