Aus der Region | LW HEUTE

Austausch zwischen Bistum und Berufsstand

Besuch von Gemüsebaubetrieb Renner in Mutterstadt

Anfang September besichtigte Diözesanadministrator Markus Magin gemeinsam mit Mitgliedern des Allgemeinen Geistlichen Rates des Bistums Speyer den Gemüsebaubetrieb der Familie Renner in Mutterstadt. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Bedeutung des Gemüsebaus für die Vorderpfalz, die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sowie die Rolle von Saisonarbeitskräften für die landwirtschaftlichen Betriebe.

Gemeinsame Betriebsbesichtigung in Mutterstadt: Vertreter des Bistums Speyer und des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd bei Familie Renner. Foto: BWV

Eingeladen hatte der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) im Rahmen des regelmäßigen Austauschs zwischen Bistum und Berufsstand. Neben BWV-Präsident Ökonomierat Eberhard Hartelt nahmen auch die Vizepräsidenten Johannes Zehfuß und Jürgen Vogelgesang sowie der Vorsitzende des BWV-Kreises Rhein-Pfalz, Alexander Friedrich, an dem Treffen teil.

Betriebsleiter Andreas Renner gab Einblicke in die täglichen Abläufe und erläuterte, wie stark die Arbeit im Gemüsebau von Wetter und äußeren Bedingungen bestimmt wird. Wichtig sei dem Betrieb, Verständnis für die Arbeit in der Landwirtschaft zu schaffen und den Saisonarbeitskräften mit Wertschätzung zu begegnen. Diese seien ein unverzichtbarer Teil des Betriebs. Dass viele Saisonarbeitskräfte über viele Jahre hinweg erneut für den Betrieb tätig seien, zeige die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen und eines wertschätzenden Umgangs. Damit ist der Betrieb Renner ein Beispiel für viele landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz, die auf die gute Zusammenarbeit mit Saisonarbeitskräften angewiesen sind.

Magin würdigte die Verantwortung, die landwirtschaftliche Betriebe für die Menschen übernehmen, die bei ihnen arbeiten. Der Besuch habe gezeigt, dass es bei Landwirtschaft und Gemüsebau nicht allein um die Produktion von Lebensmitteln gehe, sondern ebenso um die Menschen dahinter. Besonders beeindruckt zeigte er sich von den vielfältigen Bemühungen um Integration und ein gutes Miteinander. Gute Arbeitsbedingungen und menschliche Wertschätzung seien dabei wichtige Voraussetzungen.

Auch das ehrenamtliche Engagement des Berufsstands hob Magin hervor. Verantwortung für Menschen, Betriebe und die regionale Versorgung zu übernehmen, sei nicht selbstverständlich und verdiene Anerkennung. Der Austausch zwischen Bistum und Berufsstand biete daher eine wichtige Gelegenheit, die Lebens- und Arbeitsrealität der Menschen in der Region kennenzulernen und miteinander im Gespräch zu bleiben.

BWV – LW 38/2026
Nur mit Wasser ist eine hohe Wertschöpfung möglich Pfälzer Gemüsebautag widmete sich der Wassernutzung
Sicherstellung der deutschen Produktion als große Aufgabe Pressegespräch der Pfalzmarkt eG in Mutterstadt
Wirkstoffwechsel, um Resistenzen vorzubeugen Bayer erwartet reduzierte Wirkstoffverfügbarkeit