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Frauen in der hessischen Landwirtschaft stärken

Anteil in der landwirtschaftlichen Ausbildung gestiegen

In der landwirtschaftlichen Erstausbildung ist in den vergangenen Jahren ein insgesamt stabiler, leicht zunehmender Anteil weiblicher Absolventen erkennbar. Das meldete der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) anlässlich des Weltbauerntages am 1. Juni.

Während der Beruf des Landwirts weiterhin überwiegend von Männern erlernt wird, nehme der Frauenanteil langsam, aber kontinuierlich zu. Von 2010 bis 2025 lag der Anteil der weiblichen Absolventen zwischen acht und 23 Prozent. In den letzten Jahren bewegten sich die absoluten Zahlen weiblicher Prüfungsteilnehmer dabei überwiegend im Bereich zwischen Mitte 20 und rund 50 Personen. 2025 wurden 222 Abschlussprüfungen abgelegt, darunter 50 von Frauen.

An den vier Fachschulen für Agrarwirtschaft des LLH lag der Frauenanteil unter den Absolventen in der Weiterbildung in den vergangenen fünf Schuljahren bei rund 19 Prozent. Im Schuljahr 2024/2025 waren acht von 40 Absolventen Frauen, im Jahr zuvor zwölf von 68. Insgesamt schlossen in den letzten fünf Jahren 274 Personen ihre Ausbildung erfolgreich ab, darunter 52 Frauen.

Es zeichnet sich laut LLH ein langsamer Wandel ab: Zunehmend entscheiden sich Familien dafür, ihren Betrieb an Töchter zu übergeben. Als strukturell besonders schwierig sieht der LLH die Aspekte Mutterschutz und Elternzeit, die sich kaum mit einem Betrieb vereinbaren ließen. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) unterstütze versicherte Frauen zwar mit Betriebs- und Haushaltshilfen, doch insbesondere selbstständig Tätigen fehle häufig ein verlässlicher Einkommensersatz. Hinzu kämmen Fragen zur sozialen Absicherung bei Arbeitsunfähigkeit, Scheidung, Hofgründung, im Alter oder im Todesfall. Der LLH greife diese Themen gemeinsam mit dem Landfrauenverband Hessen auf. Seit Mitte April läuft die gemeinsame Qualifizierungsreihe „Empowerment von Frauen in und aus der Landwirtschaft“.

LW – LW 23/2026
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