Die Weinbauverbände Rheinhessen und Pfalz bewerten das vorgelegte Weinpaket 2025+ grundsätzlich positiv. „Darin werden viele Punkte aufgeführt, die seit vielen Monaten auch seitens der Branche angestoßen wurden. Die Landesregierung zeigt, dass sie den Ernst der Lage erkannt hat und die Winzerfamilien unterstützen möchte“, heißt es von den Verbänden. Um sich aber im starken Wettbewerb zu behaupten und zusätzliche Marktanteile zu gewinnen, sei insbesondere der Ausbau von Marketingaktivitäten von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus sollte der Fokus laut den Verbänden vor allem auf Maßnahmen liegen, die schnell auf den Weg gebracht werden können. Hierzu gehöre unter anderem ein europaweiter, absoluter Anbaustopp. Zur direkten Entlastung der Betriebe würde zudem die zeitnahe Einführung der Rotationsbrache beitragen, bei der die übergangsweise Rodung von Weinbergen mit Biodiversitätsleistungen verknüpft und entsprechend honoriert wird.
Darüber hinaus habe es in der Vergangenheit bereits viele gute Ideen gegeben, die bisher aber an rechtlichen Hürden oder an zu langen Umsetzungszeiträumen gescheitert seien. „Grundsätzlich erwarten die Winzerinnen und Winzer aus Rheinhessen und der Pfalz vor dem Hintergrund der derzeitigen Herausforderungen auf allen politischen Ebenen schnelles, pragmatisches und lösungsorientiertes Handeln“, so die Weinbauverbände Rheinhessen und Pfalz.
red – LW 35/2025