Am 3. Juni fand in Meisburg der Grünlandtag des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Eifel statt. Nach mehreren Jahren Pause wurde die Veranstaltung im Rahmen der Projekte „Mehr Gras im Glas“ und „Futterbau im Klimawandel“ wieder durchgeführt. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung und informierten sich über aktuelle Herausforderungen, Strategien zur Klimaanpassung sowie Möglichkeiten zur Optimierung der Grünlandbewirtschaftung.
Hubert Kivelitz, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, referierte zu beginn über „Zukunftsfähiges Grünland unter Klimawandelbedingungen“. Die aktuelle globale, durch den Menschen verursachte), Erwärmung begann ihm zufolge etwa Anfang der 1970er Jahre.„Der Klimawandel zeigt sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur durch steigende Durchschnittstemperaturen, sondern auch in einer höheren Anzahl an heißen Tagen (≥ 30 °C).
Grünland unter Klimawandelbedingungen
Höhere Temperaturen führen zu höherer Verdunstung und können die Wasserverfügbarkeit für Pflanzen beeinflussen“, so der Referent. Besonders Grünland würden davon betroffen, da die Aufwüchse für hohe Erträge und Qualitäten auf eine ausreichende Wasserversorgung angewiesen seien. Die Durchschnittstemperatur in Rheinland-Pfalz sei in den letzten 30 Jahren um 1,8 °C gestiegen; mit jedem zusätzlichen Grad kann die Luft 7 Prozent mehr Wasserdampf aufnehmen. Damit steige auch die Verdunstungsrate aus dem Boden. Trockene Luft, Bodenbedeckungsgrad und höhere Windgeschwindigkeiten könnten die Verdunstungzusätzlich verstärken, führte Kivelitz aus.
Franziska Krämer, Lisa Moog, DLR Eifel – LW 30/2026