Der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer kam auf Einladung der EU-Abgeordneten Christine Schneider nach Burrweiler/Pfalz. Politiker aller Ebenen, Kommunalpolitiker, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, aber auch Vertreter der Weinbranche und Bauernverbände – insgesamt über 200 Personen – versammelten sich.
Die Gäste waren aufgerufen, unter 20 Forderungen der Weinbranche Prioritäten zu setzen. Die Mehrheit hielt Bürokratieabbau und eine verstärkte Marketingoffensive für heimischen Wein (Inland und Export) für das Wichtigste.
EU-Abgeordnete Christine Schneider wies darauf hin, dass das EU-Weinpaket verabschiedet sei und nun praxisnah und schnell national umgesetzt werden müsse. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sieht die Bedeutung des Weinbaus als Kulturgut und Identitätsstifter und will den Weinabsatz steigern helfen. Er hat der Branche 1 Mio. Euro für eine Werbekampagne versprochen, die derzeit entwickelt und umgesetzt wird. DWI-Geschäftsführerin Melanie Broyé-Engelkes berichtete von der jetzt anlaufenden Kampagne, die auf Konsummomente und Emotionen setzt. Ziel sei, Marktanteile für deutschen Wein zu gewinnen. Zudem bündele das DWI seine Kräfte mit den Gebietsweinwerbungen.
„Im In- und Ausland, wo ich gehe und stehe, werbe ich für deutschen Wein“, so Minister Rainer. Sein Ministerium sei mit dem geforderten Bürokratieabbau befasst, aber es sei mühsam und langwierig. Der Deutsche Weinbaupräsident Klaus Schneider appellierte an den Minister, das EU-Paket zügig in nationales Recht umzusetzen. BWV-Präsident Hartelt erklärte, dass Landwirtschaft und Naturschutz nur gemeinsam gelingen könne.
Gordon Schnieder, Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz, betonte den Tourismus, der mit Weinbau, Gastronomie und Hotels eng verwoben sei. Es brauche Maßnahmen für Innenmarketing. Schnieder forderte ein gemeinsames Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Umwelt. Derzeit ist die Landwirtschaft beim Wirtschaftsministerium angesiedelt.
bs – LW 7/2026