Insgesamt wurden 14 Sorten in einer 1-faktoriellen Blockanlage 3-fach wiederholt unter Vlies getestet. Eine Ernte ohne Krautregulierung und eine mit Sikkation wurden durchgeführt. Über die Ergebnisse berichtet Manfred Mohr, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück.
Bei optimaler Bodenfeuchtigkeit und relativ hoher -temperatur um 7,5°C (2025: 5,5°C) konnten die Prüfsorten am 5. März gepflanzt werden. Die Vliesauflage konnte idealerweise am 6. März erfolgen. Nach 47 Tagen beziehungsweise am 22. April wurde das Vlies entfernt. Der Behandlungsstart gegen Phytophthora (Simpro 2,5 l/ha + Shirlan 0,4 l/ha) erfolgte dann am 25. April.
Frühe Vliesabnahme und Resistenzen beachten
Durch die geringen Niederschlagsmengen im März (16 mm) und April (15 mm) und den geringen Bedarf an Frostschutzberegnung an drei aufeinanderfolgenden Tagen (ca. 30 mm) in Verbindung mit der Trockenheit im März und April waren keine ausreichenden Infektionsbedingungen für Stängelphytophthora gegeben.
Auch für Blattinfektionen ließ die weiterhin relativ niederschlagsarme Witterung und die windige trockene Luft keinen Raum. Insgesamt wurde im Versuch bis zum 2. Juni fünfmal gegen Phytophthora vorgebeugt und kein Befall festgestellt.
Wegen der Resistenzgefahr (Genotyp EU 46) wurde ZorvecEntecta nur einmal eingesetzt. Aufgrund des erschwerten Wirstoffgruppenwechsels und der Resistenz (Genotyp EU 43) gegenüber Mandipropamid (FRAC-Code 40) wurde Carial Flex, das die beiden wichtigen FRAC-Codes 27 + 40 beinhaltet, nicht in die Spritzfolge integriert.