Spät, aber nicht zu spät bearbeiten

Aktuelle Hinweise zu abgeernteten und zu künftigen Rapsflächen

Raps ist im Gegensatz zu Getreide ein Lichtkeimer. Führt man direkt nach der Ernte eine tiefe Bodenbearbeitung durch, wird der Ausfallraps vergraben. Ab einer Ablagetiefe von 6 bis 8 cm gehen die Samen in die sekundäre Keimruhe über. Gelangen die Samen in den darauf folgenden – bis zu zehn ­– Jahren wieder an die Oberfläche, können sie auskeimen. Die Bodenbearbeitung sollte folglich nicht zu früh erfolgen und das Auflaufen des Ausfallrapses abgewartet werden.

Ausfallraps: erst fördern, dann beseitigen.
Foto: landpixel
Das Verfahren, Ausfallraps nach der Ernte zunächst auflaufen zu lassen, ist gerade in der Erntezeit sehr arbeitssparend. Nach etwa drei bis vier Wochen nach der Rapsernte bildet sich eine flächige Ergrünung aus Ausfallraps. Beträgt der Bedeckungsgrad durch Ausfallraps rund 80 Prozent, sollte mit einer flachen Bodenbearbeitung begonnen werden oder Glyphosat eingesetzt werden. Eine dichtere Rapsdecke verhindert die Keimung weiterer Samen und induziert ebenfalls eine sekundäre Keimruhe.

Die meisten Rapsflächen wurden vor etwa drei bis vier Wochen gedroschen. Folglich kann teilweise schon jetzt mit der Bodenbearbeitung begonnen werden. Später sollte die Bodenbearbeitung nicht durchgeführt werden, da der ausgefallene Raps Kohlhernie und andere Rapserkrankungen fördert und die Funktion einer Zwischenfrucht übernehmen kann.

Er bindet die hohen Stickstoffmengen, die aus der Mineralisation der Rapserntereste stammen. Durch den Einsatz von Glyphosat und den Verzicht der Bodenbearbeitung, kann die Stickstoff-Mineralisation zusätzlich reduziert werden. Bei sehr trockener Witterung ist dieses Verfahren ungeeignet, da die Rapssamen nur schlecht auflaufen.

 

Checkliste Cross Compliance 2012
Auch in diesem Jahr biete Ihnen das Landwirtschaftliche Wochenblatt in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, dem Kuratorium für das landwirtschaftliche und gartenbauliche Beratungswesen und dem Hessischen Bauernverband e.V. die Checkliste Cross Compliance an. (mehr)



©
Tipp der Woche

Saugferkelverluste senken


Bestimmte Sauenherkünfte haben sehr hohe Wurfleistungen; darauf muss beim Abferkelmanagement reagiert werden. Denn je größer die Würfe sind, desto wichtiger wird die Geburtsüberwachung. Bei über 15 geborenen Ferkeln pro Wurf stellt die Geburt für die Sau einen Kraftakt dar, bei dem sie möglicherweise Unterstützung braucht.  mehr…
Buchempfehlung


Homöopathie für Schafe


Ein umfangreiches Buch zur homöopathischen Behandlung von Schafen hat die Schweizer Autorin und Human-Heilpraktikerin Gilberte Favre mit „Homöopathie für Schafe“ geschrieben. Sie verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz in der Schafzucht. Das Buch wurde für die Behandlung von Schafen auf der Alp konzipiert, wo der Tierarzt nicht immer rasch zu erreichen ist, ist aber ein umfangreiches Praxiswerk für jeden Schafhalter. Es zeigt die Behandlung von Schaf­erkrankungen mit homöopathischen Mitteln. Als Hilfestellung zur passenden Mittelwahl widmet die Expertin Kapitel den Wesensarten der Schafe, den Konstitutionstypen und dem Interpretieren ihrer Körpersprache. Zusätzlich gibt sie wertvolle Hinweise für die Anwendung der Kräuterheilkunde.  mehr…
Alle Buchempfehlungen >>

Bücher haben in der Regel gebundene Ladenpreise. Verlage können jedoch ihre Buchpreise ändern beziehungsweise sind manche Bücher schnell vergriffen. Die LW-Redaktion kann daher keine Gewähr für die angegebenen Buchpreise sowie die Lieferbarkeit der empfohlenen Bücher geben. Aktuelles finden Sie allerdings jederzeit in unserem Online-Buchshop unter www.landmedia.de.