Ist das Erdmandelgras?

Sauergräser unterscheiden

Mit der exponentiellen Ausbreitung des Erdmandelgrases in Deutschland ist die Aufmerksamkeit für diese vielseitige Pflanze gewachsen. Doch nicht immer ist das, was auf den ersten Blick so aussieht, auch wirklich das Befürchtete. Was sich findet, ist oftmals unproblematisch. Gemeint sind die Segge-Arten. Teils trifft man aber auch auf Strandsimse. Im Folgenden sind wichtige Sauergräser beschrieben.

Der Blüten- beziehungsweise Samenstand hat eine gelb-/orange bis braune Farbe. Die Samen sind nur etwa 1 mm groß.

Foto: Klingenhagen

In Deutschland gibt es gut 100 verschiedene Arten von Sauergräsern. Die größte Gruppe, mit über 90 heimischen Vertretern, bilden die Seggen (Carex). Die Zyperngräser (Cyperus) sind in Mitteleuropa nur mit wenigen, meist wärmeliebenden Arten vertreten. Bekanntester Vertreter ist mittlerweile das Erdmandelgras (Cyperus esculentus). In Niedersachsen ist auf einzelnen Feldern auch Cyperus rotundus nachgewiesen worden. Cyperus rotundus, das Knollige Zyperngras steht in der Liste der schlimmsten Unkräuter auf Platz eins.

Erdmandelgras kann Äcker unwirtschaftlich machen

Erdmandelgras (Cyperus esculentus) kann Felder so stark in Beschlag nehmen, dass ein Anbau von Kartoffeln, Rüben, Zwiebeln, Möhren und so weiter auf diesen Flächen nicht mehr wirtschaftlich ist. Die exponentielle Ausbreitung in den letzten Jahren wurde durch veränderte Klimabedingungen begünstigt.

Die Hauptverbreitung erfolgt über im Boden gebildete Mandeln. Diese können im Boden über viele Jahre überdauern und aus unterschiedlichen Bodenschichten auflaufen. Auch aus kleinen, nur 2 bis 3 mm großen Mandeln können neue Pflanzen entstehen. Dies macht es schwer, Befall durch Erdabsiebung zu beseitigen.

Günter Klingenhagen, LWK NRW – LW 23/2026