Lagerkartoffeln brauchen volle Aufmerksamkeit

In den letzten Tagen habe viele Lagerhalter die kalten Nachttemperaturen dazu genutzt, ihre Kartoffeln weiter abzukühlen. Für die nächste Woche sieht es deutschlandweit ebenfalls gut aus, so dass die angestrebten Dauerlagerungstemperaturen bald mit Außenluft erreicht werden können. Dennoch bieten kalte Temperaturen im Lager alleine keine ausreichende Sicherheit, um die Kartoffeln gut durch den Winter zu bringen.

Wechsel- statt Winterweizen

Grundsätzlich kann man bis Ende November, oder auch bis Anfang Dezember noch Winterweizen säen. Bei späten Aussaaten kann ein Wechselweizen eine Alternative darstellen. Wechselweizen vereint die Winterhärte und das Ertragspotenzial des Winterweizens mit der Frohwüchsigkeit des Sommerweizens.

Schädlingssituation im Wintergetreide

Früh gedrillte und gut aufgelaufene Getreidebestände haben häufig schon bis zu drei Laubblätter. Seit der Schönwetterperiode kann eine deutliche Zunahme der Blattläuse festgestellt werden. Zum Teil liegt der Befall schon bei über 30 Prozent. Besonders gefährdet sind Flächen neben abgeerntetem Mais oder Zwischenfrüchten.

Unkrautbekämpfung auf Windhalmstandorten

Gegen Windhalm sind die nicht resistenzgefährdeten Bodenherbizide Mittel der Wahl. Vor allem Herbizide auf der Basis von Flufenacet oder Prosulfocarb haben relativ hohe Wirkungsreserven. Die verfügbaren Mittel erlauben ein weites Einsatzfenster und müssen im Gegensatz zur Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung nicht zwingend im Auflauf eingesetzt werden.

Blattläuse wechseln vom Mais ins Wintergetreide

In den letzten Jahren wurden immer wieder Schäden durch das Gelbverzwergungsvirus (BYDV) verursacht – nicht nur in Gerste oder war­men Lagen. Überträger des Virus sind Blattläuse, die nach Räumung der anderen Flächen in das auflaufende Getreide einwandern.

Betriebsmittelfrühbezug schafft Planungssicherheit

Nach der Ernte ist vor der Ernte – in diesem Sinne ist die Anbauplanung für das kommende Jahr in den meisten Betrieben in vollem Gange oder vielleicht sogar abgeschlossen. Auf Basis dieser Planung kann der benötigte Umfang von Dünger, Pflanzenschutzmittel und Saatgut schon heute grob ermittelt werden. Damit besteht bereits jetzt die Möglichkeit, den Großteil der erforderlichen Betriebsmittel vorzukaufen.

Ein wichtiger Termin für Ackerbauern

Am ersten Oktober beginnt die Sperrfrist für Stickstoffdünger, und Zwischenfrüchten im Rahmen des Greening müssen bis dahin ausgesät sein.

Neue Pflichten für Betreiber von JSG-Anlagen

Nach jahrelangen Abstimmungsrunden ist nun seit 1. August 2017 die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) in Kraft getreten. Im Wesentlichen sind die Anforderungen an Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen (JGS-Anlagen) im Anhang 7 geregelt. Aus dem Hauptteil sind behördliche Anordnungen, die Abstände zu Brunnen und Gewässern, die Pflichten bei Betriebsstörungen und die Vorgaben zur Instandsetzung zu beachten.

Frühe Weizen verschaffen Zeit zur Saatbettbereitung

Die Bedeutung früher Winterweizen-Sorten hat in den letzten Jahren zugenommen – vor allem als frühräumende Frucht. Hier hat zwar die Gerste immer noch die Nase vorn, dennoch verschaffen frühe Weizensorten eine verlängerte Zeitspanne zwischen der Ernte und der Aussaat.

Hoher Infektionsdruck durch Krautfäule

Die günstigen Infektionsbedingungen für Krautfäule der vergangenen Wochen mit feuchtwarmer Witterung zeigen sich jetzt in einem kontinuierlichen Krautfäuledruck. Da sich in den kommenden Tagen daran noch nichts ändern wird, sollte auf jeden Fall eine konsequente Krautfäulebekämpfung fortgeführt werden.

Ackerbaulich gegen Raps-Schädlinge

Im Raps gilt weiterhin das Anwendungsverbot für insektizide Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide zur Saatgut-Behandlung gegen den Befall durch Erdfloh-Arten und Larven der Kleinen Kohlfliege. Rapssaatgut wird zur aktuellen Aussaat nur mit einer Kombination der fungiziden Wirkstoffe Thiram und Dimethomorph ausgestattet sein.

Erbsenstroh verwerten

In den meisten Fällen wird bei der Erbsenernte das Stroh gehäckselt und verbleibt auf dem Acker. Es eignet sich aber auch als Futter für die Wiederkäuer. Auch die Vergärung in einer Biogasanlange ist möglich. Insgesamt ist es höherwertiger als Gerstenstroh.