Kreta, Insel der Vielfalt
LW-Leser reisten auf die größte Insel Griechenlands
Im April dieses Jahres sind Leser landwirtschaftlicher Zeitschriften wieder gemeinsam auf die Reise gegangen, darunter auch LW-Leser.Diesmal ging es auf die Mittelmeerinsel Kreta, sie bietet eine beeindruckende Naturvielfalt. Neben Tourismus ist auch die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der eng mit dem Tourismus verknüpft ist, da man regionale Produkte schätzt.
Foto: Carsten Brüggemann
Seit der minoischen Zeit, 3 000 bis 5 000 v. Chr., der ersten Zivilisation in Europa, waren die Menschen Schäfer, Olivenbauern und Fischer, heute leben etwa 60 Prozent vom Tourismus. Die Insel hat bisher keine Wasserprobleme, durch den zunehmenden Tourismus wird Wasser aber auch hier immer knapper.
Oliven werden auf Kreta seit tausenden von Jahren angebaut, besonders in den Bergdörfern. Jede eingesessene Familie verfügt über eigene Bäume, die bis zu 1 000 Jahre alt werden, aber meistens nur 70 bis 80 Jahre genutzt werden. Von Oktober bis Februar wird geerntet, ein Baum produziert 40 bis 60 kg Oliven, bei 15 bis 25 Prozent Öl liegt die Ausbeute bei 7 bis 12 l Öl/Baum und Jahr. Der durchschnittliche Verbrauch der Bevölkerung an Olivenöl liegt bei etwa 30 l pro Person und Jahr. Es wurde berichtet, dass der Säuregrad des Öls eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale ist und das Öl der Insel Kreta als „Extra Natives Öl“ mit 0,2 bis 0,8 Prozent Säure zu den höchsten Qualitäten zählt. In Neapolis besuchte die Reisegruppe die Ölmühle der Familie Vassilakis, die seit 1856 die Oliven der Umgebung von heute 3 800 Produzenten verarbeitet. Auch auf der Minoan Fruits Farm werden auf 46 ha Oliven, aber auch Zitrusfrüchte und Wein produziert. Der Familienbetrieb arbeitet mit bis zu 70 Mitarbeitern in Anbau, Verpackung und Vermarktung der eigenen Produkte.
Brüggemann – LW 21/2026
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