Der Regen kam gerade noch rechtzeitig

Landessortenversuche Körnermais Rheinland-Pfalz und Hessen

Als objektive Entscheidungshilfe bei der Sortenwahl für den Praxisanbau sind die Landessortenversuche der Bundesländer gut geeignet. Durch die Prüfung aktueller Sorten kann deren regionale Anbaueignung festgestellt werden. Wie die aktuellen Sorten unter den diesjährigen Bedingungen und im mehrjährigen Vergleich abgeschnitten haben, zeigen die Ergebnisse der Landessortenversuche Silomais.

Körnermais gewinnt inzwischen weiter verstärkt an Bedeutung, denn er kann besonders in Marktfruchtbetrieben häufig die engen Getreidefruchtfolgen auflockern.

Foto: landpixel

Körnermais gewinnt inzwischen weiter verstärkt an Bedeutung, denn er kann besonders in Marktfruchtbetrieben häufig die engen Getreidefruchtfolgen auflockern. Auch für Futterbaubetriebe ist er interessant, hier kann zum Beispiel auf Futterengpässe durch Trockenheit recht flexibel reagiert werden, wenn ein Teil der Körnermaisfläche beispielsweise mit Wechselnutzungssorten als Futterreserve angebaut wird. Auch durch das Auftreten der Schilf-Glasflügelzikade könnte Körnermais weiter an Bedeutung gewinnen, denn als gute Folgekulturen in Bezug auf die Zikade werden unter anderem sehr späte Sommerungen wie Mais genannt.

Eine gezielte standort- und Sortenwahl ist nicht nur aufgrund der sich verändernden Klimaeinflüsse wichtig. Für die Praxis stellt sich auch die Frage, wie die richtige Maissorte gefunden werden kann. Dazu sollten die betriebsspezifische Verwertungsrichtung, die Standortbedingungen und die unterschiedlichen Sortenanforderungen berücksichtigt werden. Bei der Körnermaisnutzung ist dabei in erster Linie der Kornertrag mit potenziell niedrigen Kornfeuchten von großer Bedeutung.

Herbert v. Francken-Welz, DLR Rheinhes­sen-Nahe-Hunsrück, Dr. Anna Techow, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) – LW 1/2026