Gemeinsam Zukunft gestalten

Mitgliederversammlung von Rheinhessenwein e.V.

Der Rheinhessenwein e.V. hatte Mitte Juni zur Mitgliederversammlung in die Aula des DLR in Oppenheim eingeladen. Neben den satzungsgemäßen Regularien standen aktuelle Marketingmaßnahmen, die Weiterentwicklung der Kampagne „Wir sind Rheinhessen“ sowie strategische Zukunftsthemen der Gebietsweinwerbung im Mittelpunkt.

Nathalie Hartenstein, Geschäftsführerin Marketing/PR des Rheinhessenwein e.V.

Foto: Bettina Siée

Rheinhessenwein-Vorsitzender Stefan Braunewell blickte auf ein für die Weinbranche herausforderndes Jahr 2025 zurück. Der weltweit rückläufige Weinkonsum und der anhaltende Wettbewerbsdruck stellten die Betriebe vor große Aufgaben. Gleichzeitig hob er die hohe Qualität des aktuellen Jahrgangs hervor. Gerade in diesem Marktumfeld sei eine starke Herkunftskommunikation wichtiger denn je. „Unser Ziel bleibt es, Rheinhessen als größtes Weinbaugebiet Deutschlands und moderne Wein- und Genussregion sichtbar zu machen, neue Zielgruppen anzusprechen und Menschen für die Herkunft, die Weine und die Persönlichkeiten unserer Region zu begeistern“, betonte Braunewell.

Marketing verlagert sich auf digitale Formate

Die Mitglieder erhielten Einblicke in die Marketingaktivitäten von Rheinhessenwein. Im Fokus stand die Kampagne „Wir sind Rheinhessen“, die mit authentischen Geschichten, starken Persönlichkeiten und digitalen Formaten die Wahrnehmung der Region weiter stärkt. Erfolgreich entwickelt sich die Webserie „Weinblick in die Zukunft“, mit mehr als einer Million Aufrufe, wie Nathalie Hartenstein, Geschäftsführerin Marketing/PR, erklärte.

Ein weiterer Schwerpunkt war die künftige Ausrichtung der Gebietsweinwerbung. Der Werkstattbericht zur „Weinwerbestrategie Rheinhessen 2030+“ in-

formierte über den laufenden Prozess. Ziel ist, gemeinsam mit der Branche eine langfristige Vision für die Weinwerbung zu entwickeln, Zielgruppen und Märkte zu priorisieren sowie die Zusammenarbeit in der Region auszubauen. Passend dazu stellte Eberhard Abele vom Deutschen Weininstitut (DWI) eine Zielgruppenanalyse (siehe LW 25, ab S. 45), und aktuelle Projekte des DWI vor. Dabei ging er auf die Gemeinschaftskampagne im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ein, die mit den Anbaugebieten Rheinhessen, Mosel, Pfalz und dem Land Rheinland-Pfalz umgesetzt wird. „Der LEH ist für Rheinhessen ein besonders wichtiger Absatzkanal“, so Braunewell.

Positiv bewertet wird die zunehmende Vernetzung innerhalb der Region. Die enge Zusammen­arbeit von Weinwerbung, Tourismus und weiteren Partnern biete Möglichkeiten, Rheinhessen als Wein-, Genuss- und Erlebnisregion noch sichtbarer zu machen.

Die Versammlung wählte den neuen Landrat Thomas Barth als Vertreter des Kreises Mainz-Bin­gen in den Gesamtvorstand. Zum Abschluss dankte Braunewell den Mitgliedern, Partnern und Förderern für ihr Engagement: „Die Leidenschaft vieler Menschen ist Grundlage dafür, dass Rheinhessen als zukunftsorientiertes Weinland wahrgenommen wird. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft unserer Region“, sagte Braunewell.

bs – LW 26/2026