Gesunkene Fassweinpreise schlagen aufs Traubengeld durch
Die Genossenschaft der Winzer der Rheinhessischen Schweiz schloss das Geschäftsjahr 2025 deutlich besser ab als das Vorjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 7 231 Euro nach Steuern aus. 2024 hatte noch einen Fehlbetrag von 62 312 Euro beschert. Die Zahl der Mitglieder ging von Ende 2024 auf Ende 2025 um zwei auf 89 zurück. Diese bewirtschaften zusammen 261 ha Rebfläche in Rheinhessen und an der Nahe.
Foto: Norbert Krupp/KruppPresse
Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrzehnten habe man größere Mengen Most verkauft, weil der Fassraum durch die um 40 ha gewachsene Rebfläche knapp war: 539 000 l Most konnten abgesetzt werden. Dexheimer dankte dem Geschäftsführer, den beiden Kellermeistern und dem gesamten Team für deren gute Arbeit.
Im vergangenen Jahr wurden 3 530 960 kg Trauben gelesen, davon 79,3 Prozent Weißweine und 20,7 Prozent Rotweine. Im Vorjahr waren es 2 802 686 kg. Die dramatische Lage am Fassweinmarkt habe 2025 zu Preisabschlägen geführt. Diese lagen im Schnitt bei 21 Cent/l, was insgesamt 400 000 Euro ausmachte. Auch das Flaschenweingeschäft sei leicht zurückgegangen auf rund 560 000 Flaschen. Mengenbedingt stieg die Auszahlung um 230 000 Euro auf mehr als 1,272 Mio. Euro netto, brutto waren es 1,366 Mio. Euro. Das entspricht einer Auszahlung von durchschnittlich 5 228 Euro/ha. Im Spätfrostjahr 2024 waren es nur 4 470 Euro/ha.
Winzer der Rheinhessischen Schweiz – LW 24/2026
.