Großangebot in Alsfeld mit 100-prozentiger Verkaufsquote
Erfolgreiche Zuchtviehauktion am Mittwoch vergangener Woche
Sinkende Milchpreise, die drohende Ausweitung der Blauzungenkrankheit verbunden mit kurzfristigen Absagen einiger ausländischer Großkunden, insbesondere aus Italien, schienen keine guten Vorzeichen für eine erfolgreich zu verlaufende Zuchtviehauktion im Februar zu sein. Am Ende des Auktionstages konnten aber sowohl Verkäufer als auch Käufer auf einen gelungenen Markt zurückblicken. Das Großangebot mit über 200 gemeldeten Tieren wurde am Ende mit einer 100 Prozent-Verkaufsquote honoriert.
Foto: Fuest
Deutsche Holsteins
Sechs Bullen wurden am Auktionsmorgen der Körkommission vorgestellt, von denen vier Tiere in die Prämienklasse I und zwei in die PräÂmienklasse II+ gekört wurden. Beim Körsieger der Prämienklasse I stimmte diesmal einfach alles. Ein im Exterieur und Fundament herausragender Kalenji-Sohn, der aus einer hochleistenden und mit 87 Punkten bewerteten Sidekick-Tochter stammt, konnte von der Caspar GbR, Heimertshausen, für 2 500 Euro verkauft werden. Er geht zum Deckeinsatz in einen Nachbarort von Alsfeld und verbleibt somit im Vogelsberg. Mit dem rotbunten und homozygot hornlos getesteten Handout-Sohn Hugo PP von Bernd Michel aus Haubern, der in der Verkaufsreihe als zweiter in den Ring kam, kamen die Gebote sehr flott und der Auktionshammer fiel hier erst bei 3 750 Euro zugunsten eines Milchviehbetriebes im Landkreis Gießen. Ebenso hell gezeichnet wie die zwei erstplatzierten Bullen war auch der jüngste Bulle der Auktion, ein Kant-Sohn, der für 2 700 Euro im Zuschlag den Ring verließ und ebenfalls aus dem Zuchtbetrieb Caspar GbR, Heimertshausen, stammte.
Dieter Fuest, Qnetics – LW 10/2026
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