Erdbeerernte in Hessen und Rheinland-Pfalz gestartet

Jetzt gibt es wieder leckere Erdbeeren aus regionalem Anbau. Geerntet wurden im letzten Jahr insgesamt 4 721 Tonnen in Rheinland-Pfalz und 8 602 Tonnen in Hessen.
Foto: Becker

Die Erntesaison für Erdbeeren in Rheinland-Pfalz und Hessen hat begonnen. Die Erdbeerpflanzen waren nach Angaben der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz bis Anfang April durch die milde Witterung und beste Wasserversorgung sehr gut herangewachsen. Der April habe dann mit Frost und Nässe für Wachstumsstress gesorgt. Seit Anfang Mai aber freuen sich Erzeuger und Verbraucher über gutes Erntewetter, abgesehen von lokalen Unwettern in einigen Teilen des LW-Gebietes in der letzten und aktuellen Woche.
2007 ernteten die Landwirte in Rheinland-Pfalz von den 495 Hektar angebauten Erdbeeren insgesamt 4 721 Tonnen, das waren etwa 9,5 Tonnen je Hektar. Dies teilt das statistische Bundesamt mit. In Hessen wurden 2007 auf einer Anbaufläche von 721 Hektar 11,9 Tonnen je Hektar geerntet, das waren insgesamt 8 602 Tonnen.
Erntefläche schon 2007 geringfügig verringert
Die Anbaufläche hat in 10 Jahren bis 2006 um gut 60 Prozent zugenommen, war 2007 geringfügig verringert worden. Bundesweit war die Erdbeer­an­baufläche zwischen 1995 und 2006 sogar um 72 Prozent auf 12 900 ha ausgeweitet, im Folgejahr aber um 9 Prozent verkleinert worden. In Rheinland-Pfalz wurden 1995 nach Angaben der ZMP 219 Hektar Erdbeeren angebaut, 2006 waren es 575. In Hessen seien es 1995 514 und 2006 768 Hektar gewesen. Die derzeitigen Preise für Erdbeeren in Rheinland-Pfalz und Hessen sind auf der LW-Seite M6 dargestellt.
Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von drei Kilogramm frischen Erdbeeren während der Saison kann die Nachfrage laut LWK zu zwei Dritteln mit Früchten aus heimischem Anbau gedeckt werden. Gegenüber der früher überlegenen Importware (2000: 56 Prozent) hätten die hiesigen Erzeuger viel Boden gewonnen.
Früchte aus heimischem Anbau verzehren
Auf die Früchte aus heimi­schem Anbau zu warten, lohne sich. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium, das die Erdbeere zum Lebensmittel des Monats Juni gekürt hat, weist dabei auf Schadstoffrückstände sowie weite Transportwege bei Importware hin. LW