Born fordert Vorruhestandsregelung

Milchviehbestand soll reduziert und Markt entlastet werden

Dr. Helmut Born.
Foto: Moennig

Für eine Umstellungs- oder Vorruhestandsregelung zugunsten von Milcherzeugern hat sich der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, ausgesprochen. Eine solche Maßnahme auf europäischer Ebene zur kurzfristigen Verknappung des Angebots könne zusammen mit einer Ankurbelung der Nachfrage Impulse geben, „um aus dem tiefen Tal auf dem Milchmarkt herauszukommen“, sagte Born vergangene Woche in Berlin. Er unterstütze daher entsprechende Pläne der EU-Kommission.

Ziel müsse es sein, den Milchviehbestand in der EU von rund 30 Mio. Tieren möglichst rasch um 5 Prozent zu reduzieren. Born bezifferte die Kosten einer solchen Maßnahme, bei der die Aufgabe der Milcherzeugung mit etwa 400 Euro je Tier honoriert würde, auf etwa 600 Mio. Euro. Finanziert werden könne dies ausschließlich aus nicht genutzten Mitteln im EU-Agrarhaushalt. Deren Umfang werde sich einer Kommissionsmitteilung zufolge in diesem Jahr erneut auf 1 Mrd. Euro belaufen, von denen ein Großteil bei entsprechendem politischem Willen verfügbar wäre. age