Inflationsrate auch dank Lebensmittel auf Rekordtief

Nahrungsmittel zuletzt 2,4 Prozent günstiger als Juli 2008

Insbesondere durch eine Verbilligung von leichten Heizölen und Kraftstoffen, aber auch dank der Entwicklung bei den Nahrungsmitteln ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Juli 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt vergangene Woche weiter mitteilte, hat die Inflationsrate in der Bundesrepublik damit seit der Wiedervereinigung einen neuen Tiefststand erreicht.

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist gegenüber dem Vormonat gesunken.
Foto: Mariocopa/pixelio

Im früheren Bundesgebiet wurde ein solches Niveau zuletzt im Frühjahr 1987 errechnet. Die Nahrungsmittel wurden zuletzt durchschnittlich 2,4 Prozent günstiger angeboten als im Juli 2008, nachdem deren Preise im Juni kurzfristig über dem Vorjahreswert gelegen hatten. Erhebliche Preisrückgänge wurden binnen Jahresfrist insbesondere bei Molkereiprodukten sowie bei Speisefetten und -ölen ermittelt, die im Juli 2009 jeweils durchschnittlich 9,7 Prozent niedriger ausgezeichnet waren als ein Jahr vorher. Quark wurde sogar 25,6 Prozent, frische Vollmilch 21,0 Prozent und Butter 18,9 Prozent billiger verkauft. Auch die Gemüsepreise sanken im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat überdurchschnittlich, und zwar um 9,2 Prozent. Für Paprika verzeichneten die Wiesbadener Statistiker ein besonders ausgeprägtes Minus von 21,6 Prozent. Die Preise von Tomaten und Kartoffeln verringerten sich im Jahres­vergleich um 19,6 Prozent beziehungsweise 16,5 Prozent. Darüber hinaus wurden einige Obstsorten billiger. So mussten die Verbraucher für Äpfel gegenüber Juli 2008 10,5 Prozent weniger ausgeben.

Preissteigerungen meldeten die Wiesbadener Statistiker dagegen für Fleisch und Fleischwaren, wofür die Verbraucher im Juli dieses Jahres 2,5 Prozent mehr ausgaben als zwölf Monate zuvor. age