Markttelegramm KW 32

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Trotz saisonaltypisch schwacher Absatzlage, bleibt die Preisentwicklung am regionalen Schlachtrindermarkt weiter freundlich. Vor allem das überregional knappe Erzeugerangebot bedingt auch in der laufenden Schlachtwoche weitere Kursbefestigungen über alle Kategorien und Handelsklassen. Heimische Vermarkter sehen jedoch bei schwachen Margen nur noch begrenzte Preisspielräume nach oben.
Schlachtschweine Bei stockenden Fleischgeschäften und leicht zunehmendem Erzeugerangebot gerät der Schlachtschweinemarkt weiter unter Druck. Nach der herabgesetzten Preisempfehlung der VEZG in der Vorwoche rechnen Marktbeteiligte mit knapp behauptenden Erzeugerpreisen in der laufenden Woche.
Ferkel Der Ferkelmarkt steht unter Preisdruck. Die stark herabgesetzten Notierungen am Schlachtschweinemarkt haben auch Einfluss auf den Ferkelmarkt. Auch die schwache Nachfrage der Mästereien bewirkt im Wochenverlauf weiter nachgebende Preise.
Nutzkälber Wenig Änderung am Nutzkälbermarkt. Das verfügbare Angebot steht der Nachfrage relativ ausgewogen gegenüber. Die Preise geben jedoch zur Vorwoche spürbar nach.
Eier/Geflügel Keine Aussicht auf Aufschwung am Eiermarkt. Die Verbrauchernachfrage ist schleppend, dementsprechend ordert der LEH verhalten. Auch die Verarbeitungsindustrie nimmt kaum Ware aus dem Markt. Das Angebot an Eiern ist mittlerweile groß, die Preise befinden sich im Sinkflug. Auch am Geflügelmarkt bleibt die Nachfrage, insbesondere von Grillartikeln, hinter den Erwartungen zurück. Die vorhergesagten, sommerlichen Temperaturen, könnten wieder für etwas Belebung sorgen. Die Preise gaben im Wochenverlauf nach.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Mit der Wiederaufnahme der Erntearbeiten im Wochenverlauf wird an den Erfassungslägern mit starkem Erntedruck gerechnet. Vor allem auf den späteren Standorten sind nun alle Druschfrüchte abgereift und die zeitgleiche Annahme wird für die Erfasser zur logistischen Herausforderung. Zudem werden zunehmende Qualitätsmängel befürchtet, insbesondere Fallzahlen und Hektolitergewicht beim Weizen konnten zuletzt nicht immer überzeugen. Aber auch beim Raps liegen Ölgehalt und Erträge oftmals unter Durchschnitt. Die Vermarktung der neuen Ernte beschränkt sich bislang auf die Abwicklung bestehender Kontrakte. Die Erzeugerpreise ziehen auch in dieser Woche nochmal deutlich an.
Futtermittel Der Handel mit Ölschroten bleibt in der laufenden Ernte weiter ruhig und auf die vorderen Termine beschränkt, die Forderungen des Handels sind zuletzt wieder angezogen. Das Mischfuttergeschäft läuft ebenfalls auf Sparflamme, es wird mit höheren Futtergetreideanteilen aus der neuen Ernte gerechnet.
Kartoffeln In dieser Woche endet die Frühkartoffelsaison. Die Nachfrage ist ferienbedingt insgesamt ruhiger geworden. Der Preis- und Marktdruck am Kartoffelmarkt, insbesondere aus Niedersachsen, steigt an. Die Erzeugerpreise machen nochmals einen größeren Schritt um 6 €/dt nach unten. Mit der Flächenräumung liegt man zum Haupterntestart hinter den Vorjahren zurück. Die Verbraucherpreise werden, vor allem an der Spannenuntergrenze, etwas zurückgenommen.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 32/2021