Markttelegramm KW 32

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Der Fleischabsatz am regionalen Schlachtrindermarkt erweist sich auf saisonal herabgesetztem Niveau stabil. Vor allem die wiederbelebte Nachfrage in der Gastronomie nach den Corona-Lockerungen hält das Metzgereigeschäft am Laufen. Das Erzeugerangebot ist erntebedingt nicht zu umfangreich und lässt sich auch in der laufenden Woche zu gut behauptenden Preisen vermarkten.
Schlachtschweine Die Angebotsüberhänge belasten den deutschen Schlachtschweinemarkt nur noch regional, insgesamt entspannt sich die Krisenlage zusehends. Bei flotten Fleischgeschäften wird mit anhaltend stabiler Preisentwicklung gerechnet.
Ferkel Der Ferkelmarkt hat sich stabilisiert. Nachfrage und Angebot stehen sich ausgewogen gegenüber. Die Preise verharren auf dem Niveau der Vorwoche.
Nutzkälber Bei einem ruhigen Markt und nicht zu umfangreichen Angebot können sich die Preise zumeist auf dem Niveau der Vorwoche behaupten. Preisdruck besteht insbesondere nur bei knapperen Qualitäten.
Eier/Geflügel Schwache Tendenzen am Eiermarkt. Die Nachfrage ist verhalten, lediglich den Haushaltskäufen kommt eine erhöhte Bedeutung zu. Gegen Ende der Ferienzeit ist wieder mit einer Belebung zu rechnen. Die Preise geben über alle Kategorien weiter nach. Auch am Geflügelmarkt herrscht ruhiger Umsatz. Die Preise für Puten- und Hähnchenfleisch wurden erneut nach unten korrigiert.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Während auf den frühen Standorten die Ernte schon weitgehend abgeschlossen ist, stehen auf den Höhenlagen des Landes noch bis zu 50 % der Bestände auf dem Halm. Übereinstimmend wird aus allen Landesteilen von zufriedenstellenden bis überraschend guten Erträgen berichtet. Selbst die generell niedrigeren Proteinwerte im Weizen und teils schwache Erträge bei Winter- und Sommergerste trüben die bisher gut verlaufenden Erntearbeiten kaum. Das Preisniveau an den Erfassungslägern erweist sich trotz zunehmenden Erntedrucks als vergleichsweise stabil, lediglich Braugerste bleibt kaum vermarktbar und steht weiter unter Preisdruck. Die Nachfrage der Verarbeiter bleibt unterentwickelt, es kommen kaum Neugeschäfte zusammen; bestehende Kontrakte werden flott abgewickelt.
Futtermittel Das Geschäft am regionalen Futtermittelmarkt bleibt weiter vernachlässigt, die Erntearbeiten stehen im Vordergrund. Die Preise für Ölschrote tendieren uneinheitlich und bieten kaum Anreize für größeres Engagement in der Landwirtschaft. Das gilt auch, trotz leicht rückläufiger Preise, für das Geschäft mit Mischfuttermitteln. Auch hier begrenzt sich die spärliche Nachfrage auf den prompten Bedarf.
Kartoffeln Die Nachfrage im LEH bleibt wegen Ferienzeit und hoher Temperaturen auf absehbare Zeit ruhig. Der Markt wird aus allen Erzeugerregionen gut versorgt. Die Qualtäten sind meist in Ordnung, vereinzelt gibt es Drahtwurmprobleme. Die Erträge sind im knapp mittleren Bereich. Auch für die Haupternte sind die Ertragserwartungen zurückhaltend. Die Erzeugerpreise wurden wiederum zurückgenommen. Weitere Preissenkungen werden erwartet.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 32/2020