Markttelegramm KW 45

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Sowohl regional, als auch bundesweit entwickelt sich der Schlachtrindermarkt zunehmend ausgeglichener. Das Erzeugerangebot lässt sich über alle Kategorien und Handelsklassen reibungslos vermarkten und die Auszahlungspreise zeigen zur Vorwoche wenig Bewegung. Der Fleischabsatz verläuft stetig und in saisontypischen Umfang.
Schlachtschweine Das vorhandene Angebot ist ausreichend, um die verhaltene Nachfrage zu bedienen. Die Schlachtgewichte liegen weiterhin hoch. Auch die Feiertage der letzten Woche brachten im Berichtsgebiet keine Überhänge. Aktuell gehen Marktteilnehmer von unveränderten Preisen aus.
Ferkel Auf dem Ferkelmarkt sind Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht. Die Nachfrage ist ruhig, das Angebot nicht zu üppig. Von den Notierungen der Schlachtschweine gehen derzeit keine eindeutigen Signale aus. Von unveränderten Preisen ist auszugehen.
Nutzkälber Auf dem Kälbermarkt sind derzeit unveränderte Bedingungen zu vermelden. Das durchschnittliche Angebot trifft auf eine fortgesetzt ruhige Nachfrage, die Preise stagnieren auf unverändertem Niveau. Für bessere Mastkälber ist die Tendenz etwas fester.
Eier/Geflügel Die Entwicklung am Eiermarkt der letzten Wochen spitzt sich weiter zu. Weitere seuchenbedingte Produktionsausfälle gefährden die Versorgung. Die Zurückhaltung der Verbraucher im Premiumsegment schürt den Druck auf dringend benötigte Aufgelder. Andererseits ist die Nachfrage der Produktenindustrie lebhaft, die Preise im Basissegment fest. Der Geflügelmarkt verläuft weiter stabil, neben der Umstellung auf Saisongeflügel werden im LEH auch zunehmend alternative Teilstücke gelistet.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die starken Kursschwankungen an den Terminbörsen lähmen den Handel am regionalen Getreidemarkt. Lagerhalter trennen sich höchstens aus Liquiditätsgründen von Teilmengen und die Offerten des Erfassungshandels haben weiter nur kurze Gültigkeit. Mühlen und Futtermischer zeigen sich jedoch immer wieder aufnahmebereit, kalkulieren jedoch ebenfalls im Minutentakt. Die Vermarktung der neuen Ernte ist trotz attraktiver Kurse ebenfalls ins Stocken geraten, hier wurden jedoch in den Vorwochen schon größere Mengen in die Bücher genommen.
Futtermittel Die Notierungen für Ölschrote haben sich zuletzt ermäßigt, ohne jedoch nennenswerte Nachfrageimpulse am regionalen Futtermittelmarkt auszulösen. Mischfutter bleibt unverändert teuer und auch hier beschränkt sich die Nachfrage auf den dringenden vorderen Bedarf. Aufgrund der knappen Grundfutterversorgung hat sich die Nachfrage nach Heu leicht belebt.
Kartoffeln Nachdem die Kartoffelpreise über mehrere Wochen recht stabil waren, geraten die Verarbeitungskartoffeln zur Fritten-Herstellung nun zunehmend unter Druck. In Erwartung hoher Lagerkosten, wird der flotte Abverkauf forciert. Eingelagerte Speisekartoffeln werden dagegen noch nicht umfassend angeboten, die Preise bleiben hier auf gefestigten Niveau weiter stabil. Das Kartoffelangebot wird als knapp beschrieben, die Ladenpreise sind außerhalb von befristeten Aktionen vergleichsweise hoch.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 45/2022