Markttelegramm KW 45

Nach dem Login können Sie hier weitere Marktnotierungen herunterladen.
Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Der regionale Schlachtrindermarkt bleibt fortwährend von flotter Nachfrage der Vermarkter und einem knappen Jungbullenangebot geprägt. Die Erzeugerpreise können hier nochmals zulegen. Weibliche Kategorien mittlerweile in ausreichenden Stückzahlen verfügbar und nur noch bei Metzgerqualitäten mit Preisspielräumen.
Schlachtschweine Die Geschäfte am deutschen Schlachtschweinemarkt verlaufen impulslos und die Erzeugerpreise verharren weiter auf niedrigem Niveau. In den südlichen Regionen konnten die Angebotsüberhänge etwas abgebaut werden und mit dem Weihnachtsgeschäft hoffen Vermarkter auf bessere Preise.
Ferkel Kein Spielraum am regionalen Ferkelmarkt. Angebot und Nachfrage stehen sich zwar wieder etwas ausgeglichener gegenüber, dennoch bleibt es bei unverändert schwacher Preisbasis.
Nutzkälber Am heimischen Nutzkälbermarkt ist die Nachfrage etwas angezogen. Mästereien suchen gute Qualitäten und zahlen hierfür durchaus auch Aufpreise. Das nicht allzu große Angebot kann daher zügig abgesetzt werden.
Eier/Geflügel Eiermarkt freundlicher gestimmt. Der Absatz auf Ladenstufe ist rege, die Verbrauchernachfrage hat angezogen. Auch der Export ins EU-Ausland entlastet den Markt. Insgesamt kann die gesteigerte Nachfrage durch das üppige Angebot an Eiern gut bedient werden. Im Wochenverlauf konnten Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Gut ausgeglichener Geflügelmarkt. Ganze Hähnchen und Putenrotfleisch mit gutem Absatz. Werbeaktionen für Enten und Gänse beleben die Verbrauchernachfrage. Die Preise bleiben fest.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der Getreidemarkt bleibt trotz Korrekturen an den Terminmärkten weiter fest gestimmt. Auch regional erhöhen die Erfasser ihre Offerten für Brot- und Futtergetreide, ohne jedoch nennenswerte Mengen zu mobilisieren. Es wird von verstärkter Mühlennachfrage nach hochwertigem A-Weizen mit steigenden Preisaufschlägen berichtet. Oftmals erreichen die besprochenen Partien jedoch nicht die notwendigen Qualitätsparameter. Mais bei hohen Erntemengen und ersten Druckpartien leicht abgewertet. Roggen bei schwacher Nachfrage der Mühlen ebenfalls etwas schwächer. Alterntige Braugerste bleibt knapp und teuer, für die neue Ernte wird mit einer Ausdehnung der Anbaufläche gerechnet. Die Rapskurse halten ihr Allzeithoch und für die neue Ernte kommen weitere Mengen in die Bücher des Handels.
Futtermittel Die Forderungen des Handels für Ölschrote sind in der laufenden Woche zumeist rückläufig. Trotz der umfangreichen Maisernte ist noch keine Entspannung am Markt für Mischfuttermittel erkennbar. Die angespannte Preissituation an den Rohstoffmärkten schiebt die Preise weiter an.
Kartoffeln Die Umsätze im LEH bleiben auf nur mäßigem Niveau. Demzufolge ist die Marktversorgung mehr als ausreichend. Übergebietlich gibt es zum Teil noch Problempartien, die vermarktet werden müssen und günstiger angeboten werden. Trotz vereinbarter Lagerzuschläge bleiben die Verbraucherpreise davon bislang unberührt. Die Preise im Ab-Hof-Verkauf tendieren etwas fester.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 45/2021