Mitarbeiter sind wichtiges Unternehmensvermögen
Investitionen in Mitarbeiter sind oft nötig, um die Leistungsfähigkeit, das Wachstum und die Zukunftsfähigkeit eines Betriebes zu verbessern oder auch einfach nur, um alle Arbeiten und Aufgaben schaffen zu können. Vor allem, wenn die Betriebsleitung ständig überlastet ist und/oder wichtige organisatorische oder betriebliche Aufgaben liegen bleiben.
Besonders bei der Frage, ob Mitarbeiter „ihr Geld einbringen“ sollte auch der ROL (Return on Life), also der persönliche und betriebliche Nutzen, den Mitarbeiter bringen können, bedacht werden. Der ROL kann als das Gegenstück zum rein finanziellen ROI (Return on Invest) verstanden werden und beschreibt den Einfluss, den Mitarbeiter auf die Lebensqualität der Betriebsleiterfamilie haben können. Wenn es mit Mitarbeitern im Betrieb gut läuft, bedeutet das meist auch weniger Stress, mehr Familienzeit, bessere Arbeitsorganisation und weniger Ausfallzeiten durch versäumte Aufgaben oder fehlende Planung.
Was gewinnt man an Lebensqualität, Zeit und Zukunftsfähigkeit, wenn man in Mitarbeiter investiert? Viele Betriebsleiter zögern mit der Einstellung von Mitarbeitern, weil sie zusätzliche Lohnkosten scheuen und weil sie Bedenken haben, den „richtig guten Mitarbeiter“ zu finden. Dadurch verpassen sie Chancen für betriebliche Entwicklung und Effizienzsteigerung.
Löhne müssen sicher mit der Inflation Schritt halten, aber wer Mitarbeiter nicht als langfristige Investition sieht und frühzeitig in Arbeitskräfte investiert (suchen, einstellen, schulen, trainieren und nachhaltig gut führen), verpasst es, gute Voraussetzungen für Entwicklungen zu schaffen. Viel entscheidender als das Gehalt sind am Ende die Führungsqualitäten, das Betriebsklima und die Wertschätzung, die Mitarbeitern auf vielfältige Weise entgegengebracht werden kann.
Und wer in Mitarbeiter investiert, sollte auch in die eigenen Fähigkeiten der Personalführung investieren.
Sibylle Möcklinghoff-Wicke, Innovationsteam Milch
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