Nachwuchs-Pokal geht nach Schleswig-Holstein
BDL verleiht beim Bauerntag erste Gerda
Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) hat dieses Jahr auf dem Deutschen Bauerntag die erste Gerda verliehen. Der Preis ist nach dem ehemaligen Bauernpräsidenten Gerd Sonnenleitner benannt, der sich während seiner aktiven Zeit sehr für die Nachwuchsarbeit engagiert hat. Der Preis wurde unter anderem vom Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Joachim Rukwied überreicht.
Foto: BDL
Dort übergab er gemeinsam mit Chiara Hauser, Landesvorsitzende des Bundes Badischer Landjugend und DBV-Präsident Rukwied, den BDL-Preis für gute Nachwuchsarbeit.
Von 43 angemeldeten Jung-landwirten beim Deutschen Bauerntag 2026 sind 17 weiblich und 26 männlich. Mit fast 40 Prozent ist das ein Wert, der Mut macht und in die richtige Richtung zeigt. Bei den Stimmberechtigten sieht das Bild etwas anders aus: 16 delegierten Junglandwirten stehen sechs Junglandwirtinnen mit Stimmrecht gegenüber. Ihr Anteil entspricht 1,4 Prozent aller stimmberechtigten Delegierten des Bauerntags.
2026 ist das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft. Hauser weist darauf hin, dass die Vereinten Nationen es ausgerufen haben, um auf die Rolle von Frauen in der globalen Ernährungssicherung aufmerksam zu machen. Der Bauerntag sei eine gute Gelegenheit, dieses Jahr mit Leben zu füllen – sichtbare Beteiligung ist eine davon.
Der Preis trägt nach sieben Jahren erstmals einen weiblichen Namen: Aus „Gerd“ wurde „Gerda“. Die Auszeichnung geht an den Landesbauernverband mit dem höchsten Anteil stimmberechtigter junger Frauen unter den Delegierten, wie Hauser erklärte. Die erste Gerda in der Bauerntags- und Landjugendgeschichte hat sich der Bauernverband Schleswig-Holstein geholt. 4,6 Prozent seiner stimmberechtigten Delegierten sind weiblich. Der Bayerische Bauernverband folgt mit 3,6 Prozent. Das zeigt, dass selbst die Besten noch Luft nach oben haben.
BDL – LW 27/2026
.