„Praxis trifft Politik“ – fehlende Pflanzenschutz-Optionen
Heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit gefährdet
Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) Ende vergangener Woche in Mutterstadt.
Foto: IVA/Baumbach
Selbstversorgung – wie kann sie gesichert werden?
Das Event fand im Vorfeld der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im März 2026 statt und widmete sich der Frage, wie die heimische Selbstversorgung
unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen gesichert werden kann. Impulse aus Landwirtschaft, Agrarhandel, Vermarktung und Industrie zeigten die Schwierigkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf. Sie machten sichtbar, welche konkreten Folgen fehlende Wirkstoffverfügbarkeiten, steigender Krankheits- und Schädlingsbefall und unzureichende Zulassungsverfahren in der Praxis haben – von wachsenden Ertrags- und Qualitätsrisiken über Versorgungsunsicherheiten bis hin zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber Importen. Diese Einordnung aus erster Hand bildete die Grundlage für den anschließenden politischen Austausch und die Diskussion über notwendige Reformen.
In einer Podiumsdiskussion sprachen Johannes Steiniger, MdB, (CDU), Isabel Mackensen Geis, MdB, (SPD), Paul Bunjes (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Marco Weber, MdL, (FDP), über Handlungsbedarf im Pflanzenschutz, über Zulassungsverfahren und die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Erzeugung. Grundsätzlich bestand Einigkeit darüber, dass die Herausforderungen real sind, die politischen Akzente jedoch unterschiedlich gesetzt werden.
IVA/PM – LW 9/2026
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