Rindfleischerzeuger in Bayern und Hessen unterwegs

Lehrfahrt zu Bullen, Mutterkühen und Pferden

Mitte Januar 2026 fand die traditionelle Tageslehrfahrt des Beratungsring Rindfleischerzeugung und des Rindermastkontrollrings Kaiserslautern zusammen mit der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz statt. Ziel der Fahrt war in diesem Jahr die Region Untermain, Spessart. Nach dem Schnee- und Glatteischaos noch am Wochenende sind die Temperaturen pünktlich zur Lehrfahrt in den zweistelligen Plusbereich gestiegen, sodass sogar trockenes Wetter für die Betriebsbesichtigungen herrschte.

Limousin-Mastbullen auf Stroh im Betrieb Reul.

Foto: Gerhardt Henn, lwk rlp

Das erste Ziel der Lehrfahrt lag in Nidderau im Kreis Main-Kinzig auf hessischer Seite. Bei Familie Reul werden rund 500 Mastbullen bester Qualität in der Haltungsform 3 auf Stroh gemästet und in ein Vermarktungsprogramm der Schwarz Gruppe, vornehmlich für Kaufland, vermarktet. Die überwiegend in die Handelsklassen U und E 2 eingestuften Mastbullen können bis zu einer Gewichtsgrenze von 510 kg Schlachtgewicht, abschlagsfrei vermarktet werden. Mit Verkaufsgruppen von zehn bis 15 Tieren, werden auch die Transportkosten auf ein Minimum reduziert. Die besonders schwierige Aufgabe der Absetzerakquise übernimmt der Vater der Betriebsleiterin und hat dies schon fast zu seinem Hobby gemacht.

Gutes Miteinander auf dem Hof wichtig

Die hervorragenden Qualitäten werden im Umkreis von bis zu 150 km zugekauft und die Kontakte zu den Mutterkuhbetrieben bestehen teilweise schon seit vielen Jahren.

Ein weiteres Standbein des Betriebes ist die Reitanlage mit Pferdepension. Der seit 1992 über die Jahre gewachsene Pensionsbetrieb birgt verschiedene kleine Stalltrakte mit je 6 bis 14 Pferden, teilweise in Offenställen, Paddockboxen und Innenboxen mit Winterpaddocks sowie drei Reithallen die für Freizeitreiter aber auch Turnierreiter alle Möglichkeiten bieten.

Gerhardt Henn – LW 5/2026