Vermarktung 2026 schwierig, nach starkem Vorjahr

Landesverband der Schaf- und Ziegenhalter

Ende Mai fand die Züchterversammlung des Schaf- und Ziegenzuchtverbandes in Dieblich an der Mosel statt. Der Zuchtausschuss-Vorsitzende des Landesverbandes der Schafhalter/Ziegenhalter und Züchter Rheinland-Pfalz, Klaus Michels aus Echtershausen, begrüßte zahlreiche Züchter und einige Ehrengäste zu der diesjährigen Züchterversammlung. Gespannt wurde dem Zuchtbericht vom Zuchtleiter Heinrich Schulte gefolgt.

Kammervorstand Matthias Müller (r.) zeichnete die erfolgreichen Schaf- und Ziegenzüchter im Landesverband Rheinland-Pfalz aus (v.l.): Hendrik Walter, Anje Hamann-Kraut, Daniela Jung, für die Lehr- und Versuchsanstalt Hofgut Neumühle Andreas Walter, Gebhard Hoffmann und Friedel Bous.

Foto: Schulte/LWK RLP

In Rheinland-Pfalz sind in diesem Jahr 96 800 Schafe, 3 000 Schafe mehr als im Jahr zuvor und bei den Ziegen ein gleichbleibender Bestand mit knapp 15 000 Ziegen bei der Stichtagsmeldung am 1. Januar bei der Tierseuchenkasse gemeldet worden. Hier haben sich die Schafbestände teils von der Blauzungenkrankheit (BTV) erholt, es sind 5 000 Schafe weniger als davor.

Aktiv in der Herdbuchzucht sind am 15. Mai 148 Schaf- und 37 Ziegenzuchten. Die Herdbuchzüchter halten im Schnitt 39 Mutterschafe und die Ziegenhalter elf Mutterziegen. Im laufenden Zuchtjahr konnten durch die Herdbuchaufnahme von neun luxemburgischen Betrieben, die deutsche Schafrassen in Luxemburg züchten, neue Herdbuchmitglieder beim Landesverband werden. In Luxemburg gibt es keinen EU-zugelassenen Schaf-Zuchtverband. Vom luxemburgischen Ministerium ist daher die Empfehlung gekommen, das neue EU-Tierzuchtgesetz anzuwenden und die Luxemburger Zuchten, den angrenzenden Ländern zuzuordnen.

Heinrich Schulte, LWK RLP – LW 24/2026