Zuwendungsbescheide für Informationsoffensive Wein

Unterstützung von 1 Mio. Euro für Weinbauregionen

Das Deutsche Weininstitut hat die Zuwendungsbescheide für die vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützte Informationsoffensive Wein erhalten. Das BMLEH stellt insgesamt 1 Million Euro bereit - jeweils 500.000 Euro für Informationsmaßnahmen über entalkoholisierten Wein und über ökologisch erzeugten Wein.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer verspricht den deutschen Winzern Hilfe bei der Herstellung, Kennzeichnung und Vermarktung von Wein.

Foto: Agrar-Press

Dazu sagt Bundesminister Alois Rainer: „Der Weinbau in Deutschland ist ein Stück Heimat: Er prägt die Landschaft vieler Regionen, ist identitätsbildend und nicht zuletzt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ich unterstütze daher unsere Winzer in diesen herausfordernden Zeiten auf vielfältige Weise: Das EU-Weinpaket, das nicht zuletzt auf Druck Deutschlands geschnürt wurde und auch unsere Handschrift trägt, wird nun endlich umgesetzt. Damit erleichtern und verbessern wir die Herstellung, Kennzeichnung und Vermarktung von Wein, darunter insbesondere auch alkoholfreiem Wein. Mit unserer Unterstützung für die Informationsoffensive kann die Branche zeigen, wie hochwertig und innovativ deutscher Wein ist. Nur gut 40 Prozent der in Deutschland getrunkenen Weine stammen auch von hier; in so manchem Nachbarland liegt die Quote doppelt hoch. Hier ist noch viel Luft nach oben.“

Das BMLEH unterstützt die Branche mit zahlreichen weiteren Maßnahmen, so mit der Investitionsförderung und bei der Umstellung auf marktgängigere Rebsorten im Rahmen des

Weinsektorprogramms der EU. Dazu kommt der Abbau von Meldepflichten, Erleichterungen bei Wiederbepflanzungen und die Begrenzung von Neuanpflanzungen.

Letzte Möglichkeit: Krisendestillation

Um die zunehmenden strukturellen und sozioökonomischen Probleme auf dem Weinmarkt zu lindern, sind nach Einschätzung des BMLEH in Ausnahmefällen konjunkturelle Maßnahmen wie eine Krisendestillation in Betracht zu ziehen. Angesichts der äußerst angespannten Marktsituation hat sich Bundesminister Alois Rainer deswegen Anfang Mai in einem Schreiben an EU-Kommissar Christophe Hansen gewandt und die Europäische Kommission gebeten, kurzfristig einen Verordnungsvorschlag für eine außergewöhnliche Krisendestillation vorzustellen.

bmleh – LW 23/2026