Auf Stärken achten, nicht auf Schwächen

Nachgefragt bei Inklusionsberaterin Annkatrin Stieglitz

Seit rund einem Jahr bietet der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) gemeinsam mit dem Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbands Hessen eine speziell auf Landwirtschaft und Gartenbau zugeschnittene Inklusionsberatung an. Das LW hat bei Annkatrin Stieglitz, Fachberaterin für Inklusion beim LLH, nachgefragt, wie das Beratungsangebot bislang angenommen wurde und wie sie die Betriebe sowie die betroffenen Mitarbeitenden unterstützen konnte.

Annkatrin Stieglitz, Fachberaterin für Inklusion.

Foto: LLH

LW: Nach einem Jahr Erfahrung in der Inklusionsberatung für landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe: Wer hat bei Ihnen mit welchen Fragen angefragt?

Annkathrin Stieglitz: Die Anfragen kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen derLandwirtschaft und des Gartenbaus. Von kleineren Familienbetrieben mit einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin bis hin zu größeren mit mehreren Angestellten. Besonders häufig ging es um die Einstellung von Menschen mit Behinderung, um Fragen zur Ausbildung oder Helferausbildung sowie um Möglichkeiten der langfristigen Beschäftigung.

Viele Betriebe wollten wissen, welche Tätigkeiten für Menschen mit Behinderung geeignet sind, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt und welche organisatorischen Punkte berücksichtigt werden müssen.

Die Fragen stellte Stephanie Lehmkühler – LW 23/2026