Blühende Kirschen

Im Dezember ist die Kirsche nicht nur am Barbaratag im Blickfeld

Damit Barbarazweige aufblühen, müssen tiefe Temperaturen auf die Knospen eingewirkt haben.

Foto: Buchter

Kirschen im Dezember wecken am ehesten Erinnerungen an den Barbaratag und den alten Brauch, jetzt Kirschzweige zu schneiden und zu warten, ob sie bis Weihnachten erblüht sind. Dieser Brauch geht auf die Legende der heiligen Barbara zurück. Sie stellte zu Beginn ihrer Gefangenschaft einen dürren Kirschzweig, der sich in ihrem Kleid verfangen hatte, ins Wasser – er blühte am Tag ihrer Hinrichtung.

Der Kirschzweig benötigt zum vorzeitig Blühen einige Wochen lang Temperaturen von 2 bis 4 °C. Sind diese Bedingungen bis Anfang Dezember nicht gegeben, kann man die Zweige ein bis zwei Tage ins Gefrierfach legen. Die geschnittenen (und gegebenenfalls kurz tiefgefrorenen) Zweige dürfen nicht sofort ins Warme, sie sollten an einem um 10 °C temperierten Ort ein paar Tage akklimatisieren. Das erste Wasser, in das sie hier eingestellt werden, sollte handwarm sein. Das Wasser wird alle vier Tage gewechselt und die Vase gereinigt, damit sich keine Bakterien vermehren und die Leitungsbahnen verstopfen. Sobald die Kirschknospen schwellen, kommen die Zweige ins warme Wohnzimmer.