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Der Frühjahrsmüdigkeit ein Schnippchen schlagen

Den Körper in der Fastenzeit ein paar Tage oder gar Wochen zu entschlacken, nur von Gemüsebrühen, Tees, Wasser und Fruchtsäften zu leben, ist manchen Menschen wichtig. Sie wollen damit auf spiri­tuell-religiösem Wege ins Frühjahr starten, um beispielsweise über ihren Lebensstil und ihr bisheriges Ernährungsverhalten nachzudenken, wollen überflüssigen Ballast abwerfen oder einfach Pfunde purzeln lassen. Sogenannte Entschlackungskuren sprechen auch die Menschen an, die sich nach der Winterphase schlapp fühlen. Sie wollen mit einer derartigen Kur die Frühjahrsmüdigkeit überlisten.

Tatsächlich gibt es in der Medizin gar keine „Schlacken“, denn sie sind wissenschaftlich nicht nachweisbar. Sie werden jedoch von Alternativmedizinern als Stoffwechselmüll bezeichnet, der ausgeschieden werden muss. Zucker-Eiweiß-Moleküle würden sich demnach im Körper ablagern und beispielsweise Übergewicht, Rheuma, Gicht und andere Zivilisationskrankheiten hervorrufen. Durch das viele Trinken beim Fasten und das vorherige Darmentleeren gebe man dem Körper die Gelegenheit, alle Giftstoffe loszuwerden und sich von Schlacken zu reinigen. Der menschliche Körper verfügt jedoch über ein effektives System, um Stoffwechselendprodukte loszuwerden. Es bleibt daher eine Glaubensfrage und Lebenseinstellung, ob man seine Frühjahrsmüdigkeit mit Fasten- und Entschlackungskuren oder aber mit viel Bewegung und einer vollwertigen und abwechslungsreichen Ernährung in den Griff kriegen möchte.

Kleine Helferchen, die Leber, Nieren und Darm in Schwung bringen und damit sowohl kreislauffördernd als auch leistungs­steigernd wirken können, werden in unserem Beitrag in der Rubrik Hof & Familie vorgestellt – ab Seite III.

Stephanie Lehmkühler