Heidelbeerernte blieb stabil
Zahlen zur Heidelbeerernte im Jahr 2024
Ansteigende Anbaufläche bei rückläufiger Wachstumsrate – der Anbau von Heidelbeeren in Deutschland blieb im letzten Jahr stabil.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2024 insgesamt 15 094 t Heidelbeeren geerntet. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 2 Prozent zum Vorjahr und ist damit die geringste Erntemenge seit 2020. Das Mittel der Jahre 2019 bis 2023 wird dennoch um 4 Prozent übertroffen.Der positive Trend der Anbaufläche hielt im Jahr 2024 an, sodass die Fläche auf 3 500 ha stieg. Mit weniger als 1 Prozent blieb die Wachstumsrate jedoch deutlich hinter den Jahren zuvor zurück.
Die Heidelbeerblüte setzte 2024 aufgrund des milden Frühjahrs ungewöhnlich früh ein. Die starken Fröste Ende April hatten regionale Auswirkungen. Insgesamt begann die Heidelbeersaison sehr früh, im geschützten Anbau konnte bereits Ende Mai geerntet werden. Trotz mäßiger Temperaturen im Mai und Juni begann die Freilandernte zeitiger als je zuvor. Die Preise gerieten schnell unter Druck, da die Ernte im Freiland rasch voranschritt und die Qualitäten teils instabil waren. Saisonarbeitskräfte kamen teilweise nicht rechtzeitig an, und fortwährende Niederschläge sowie Hitzewellen führten zu weiteren Qualitätsproblemen.
AMI – LW 35/2025